Scharfe Kritik an Waffenlieferungen

Berlin/Teheran/Washington. (dpaDie geplanten milliardenschweren Waffenlieferungen der USA an verbündete Staaten im Nahen Osten haben in Deutschland scharfe Kritik ausgelöst. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil warf US-Präsident George W. Bush vor, eine falsche Politik in dieser instabilen Region zu betreiben.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU), warnte, der Nahe Osten sei schon jetzt ein Pulverfass. Auch aus dem Iran kam Protest. Die Regierung in Teheran verurteilte die geplanten Lieferungen als Versuch, ein "Horrorszenario" in der Region zu schaffen. Ziel sei, die Waffengeschäfte in der Region zu steigern, sagte der iranische Außenamtssprecher Mohammad Ali Hosseini in Teheran. Laut US-Außenministerin Condoleezza Rice soll Israel Unterstützung in Höhe von 30 Milliarden Dollar (22 Milliiarden Euro) und Ägypten im Wert von 13 Milliarden Dollar (9,5 Milliarden Euro) über einen Zeitraum von zehn Jahren erhalten. Die "Washington Post" hatte darüber hinaus von geplanten Waffenlieferungen über 20 Milliarden Dollar (14,7 Mrd Euro) an Saudi- Arabien und andere Golfstaaten berichtet.

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