1. Nachrichten
  2. Themen des Tages

Schüler setzen Zeichen für den Frieden

Schüler setzen Zeichen für den Frieden

TRIER. (sey/red/dpa) Sehnsucht nach Frieden: 500 Schüler gingen am Freitag in Trier auf die Straße. In einem Gastbeitrag für den TV spricht sich auch Triers Bischof Reinhard Marx gegen einen Irak-Krieg aus. Unionspolitiker Heiner Geißler fordert im TV -Interview alle Mittel auszuschöpfen, um einen Krieg zu verhindern.

In Trierzogen gestern rund 500 Schülerinnen und Schüler mit Transparentenund Sprechchören gegen den Irakkrieg durch die Innenstadt.Vorausgegangen war eine Kundgebung vor der Porta Nigra. "Wirkönnen diesen Krieg zwar nicht verhindern, wir wollen aber unsereMeinung über die Bush-Blair-Politik äußern", lautete der Tenorder Jugendlichen. In dieselbe Kerbe schlägt der Trierer Bischof Reinhard Marx in einem Gastbeitrag im TV : "Die Situation im Irak-Konflikt rechtfertigt keinen vorbeugenden Krieg. Der irakische Diktator ist ein Verbrecher, dem auch zuzutrauen ist, dass er Attentate in Amerika oder Europa in Auftrag gibt. Aber eine existenzielle Bedrohung kann ich nicht erkennen." Der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler bestärkt indes die Bundesregierung, sich weiter für eine friedliche Lösung des Irak-Konflikts einzusetzen. Im Gespräch mit dem TV sagte der 73-jährige Politiker, wenn Deutschland, Russland und Frankreich im UN-Sicherheitsrat eine militärische Intervention weiter ablehnten, könnten die USA den Irak nicht angreifen. Nach Ansicht Geißlers sind die Möglichkeiten für eine friedliche Beilegung des Konflikts "noch lange nicht ausgeschöpft". Bundesaußenminister Joschka Fischer habe Recht, wenn er sich für eine Verlängerung der UN-Waffeninspektionen einsetze, sagte der Christdemokrat unserer Zeitung.

Die UN-Chefwaffeninspekteure Hans Blix und Mohammed el Baradei haben sich derweil am Freitag vor dem Weltsicherheitsrat grundsätzlich positiv über den Verlauf der Inspektionen geäußert. Nach Worten el Baradeis gebe es weiterhin "keine Anzeichen für neue nukleare Aktivitäten". UN-Chefwaffeninspekteur Hans Blix berichtete, seine Waffenkontrolleure hätten bisher auch keine Hinweise auf eine unterirdische Produktion chemischer und biologischer Waffen gefunden.