Schutzlos

Es gibt viele Arten, an das Geld anderer Leute zu kommen. Das anonyme Internet bietet dazu schier unerschöpfliche Möglichkeiten. Nicht nur Rechtsradikale und Kinderschänder tummeln sich in dem weltweiten Netz, sondern zunehmend auch miese Abzocker, die nur auf das Geld von Internetnutzern aus sind.

Und der Erfindungsreichtum dieser Betrüger wird entsprechend der technischen Möglichkeiten immer größer. Mit allen Tricks versuchen sie an geheime Daten zu kommen, setzen Menschen unter Druck, solange bis sie zahlen für etwas, was sie gar nicht in Anspruch genommen haben. Leider finden sie immer wieder Opfer. Gutgläubig geben diese alles von sich preis: Konto- oder Kreditkartennummer, Adresse, persönliche Daten und Lebensgewohnheiten. Oder sie zahlen einfach, ohne zu wissen für was, und wundern sich dann, dass sie Betrügern aufgesessen sind. Naivität kann mitunter teuer werden. Doch trotz aller gesetzlichen Vorgaben gibt es keinen hundertprozentigen Schutz gegen die kriminellen Machenschaften. Den Ermittlern sind oft die Hände gebunden, wenn die Abzocker im Ausland sitzen und von dort aus abkassieren. Die Vorteile des Netzes - internationale Kommunikation - sind auch gleichzeitig seine Gefahren, die man kennen sollte. b.wientjes@volksfreund.de