Sprache als Schlüssel

Es hat lange gedauert, bis viele Deutsche anerkannt haben, dass die Bundesrepublik ein Einwanderungsland ist – und bis sich die Politik nach jahrelangem Streit endlich auf ein Zuwanderungskonzept verständigte, das als Minimalkonsens Steuerung und Eingliederungsbemühungen eng verknüpfte.

Es hat lange gedauert, bis viele Deutsche anerkannt haben, dass die Bundesrepublik ein Einwanderungsland ist - und bis sich die Politik nach jahrelangem Streit endlich auf ein Zuwanderungskonzept verständigte, das als Minimalkonsens Steuerung und Eingliederungsbemühungen eng verknüpfte. Auch wenn Rheinland-Pfalz mit seinen größtenteils ländlich geprägten Gebieten nicht im Brennpunkt des Ausländerzuzugs steht: Fast 300 000 Nichtdeutsche (nicht eingerechnet mehrere Zehntausend inzwischen Eingebürgerte) und mehr als 150 000 Aussiedler erfordern erhebliche Integrationsanstrengungen, soll dem Entstehen von Brennpunkten nicht weiter Vorschub geleistet werden.Der Bericht des Landes zeigt, woran es vor allem hängt, um den Betroffenen Perspektive zu geben und damit den Weg die deutsche Gesellschaft zu ermöglichen. Vor allem der Ausbau der Sprachförderung ist entscheidend, damit Bildungs- und Qualifikations-Chancen wachsen. Nur so wird über eine bessere Ausbildung auch Anerkennung und berufliche und soziale Sicherheit besser erreichbar. Fehlende Sprachkenntnisse verhindern zudem nicht nur das Gespräch mit dem Nachbarn oder den gesellschaftlichen Anschluss, sie fördern Missverständnisse und den Aufbau von Parallelgesellschaften, die schnell zum Ghetto werden können. Sprache ist daher der Schlüssel zur Integration.

j.winkler@volksfreund.de