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| 20:06 Uhr

Tierfreund
Stress als Ursache: Zwanghaftes Putzen bei Katzen

Hamburg. Intensive Fellpflege gehört bei Katzen dazu. Doch manchmal können die Tiere einfach nicht aufhören, sich zu putzen. Dieses Zwangsverhalten nennt man Overgrooming. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch übersetzt Überpflege.

Intensive Fellpflege gehört bei Katzen dazu. Doch manchmal können die Tiere einfach nicht aufhören, sich zu putzen. Dieses Zwangsverhalten nennt man Overgrooming. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch übersetzt Überpflege.

Im Schnitt putzen sich Katzen etwa dreieinhalb Stunden am Tag, erklärt Barbara Schöning von der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie. Fällt Katzenbesitzern aber auf, dass ihr Tier deutlich mehr Zeit für das Putzen aufwenden und vor allem kaum mehr auf Ablenkungen wie Spielzeug oder Leckerlis reagiert oder Haarausfall bis hin zu kahlen Stellen bekommt, sind das auffällige Signale, die nicht ignoriert werden sollten.

Die Ursachen für das zwanghafte Putzen können körperlich oder seelisch sein. Der Tierarzt kann beispielsweise feststellen, ob die Katze von Parasiten befallen ist. Dann putzt sich der Stubentiger vermehrt, um den anhaltenden Juckreiz zu lindern. Auch Pilzinfektionen, Allergien oder Schmerzen können der Grund für ständiges und übermäßiges Putzen sein.

Kann man jedoch körperliche Ursachen ausschließen, stecken vermutlich psychische Gründe dahinter. Die Katze leidet dann unter einer Verhaltensstörung, Stereotypie genannt. In dem Fall sollten Halter herausfinden, was der Auslöser ist. Am besten schreiben sie dafür eine Zeit lang auf, wann die Putzattacken einsetzen. Meist lässt sich daraus ein Muster ableiten. Manchmal reicht es zur Heilung aus, bestimmte Stressauslöser einfach zu beseitigen und das Tier so zu beruhigen. Auch Verhaltenstraining und Psychopharmaka können der Katze helfen.

(dpa)