Titel ohne Strahlkraft

Die vorweltmeisterliche Bundesliga-Saison geht zu Ende - und Deutscher Meister ist mal wieder der FC Bayern München. Zum 20. Mal, und zum wiederholten Mal ungefährdet. Nur an zwei Spieltagen sonnten sich die Bayern nicht an der Tabellenspitze.

Dass Hamburg oder Bremen wirklich am Thron des FCB hätten wackeln können, war so recht nicht zu glauben. Zu unkonstant spielten beide Klubs, um dem Konkurrenten national das Wasser reichen zu können. Und dennoch: Dieser Meisterschaft fehlt die Strahlkraft. Zu oft war zu viel Routine im Spiel der Münchner. Exemplarisch dafür war ihr Auftritt am Samstag in Kaiserslautern. National mag das reichen, was nicht unbedingt ein Ruhmesblatt für die Liga ist. International genügt das jedoch nicht. Wer die Spiele in der Champions League verfolgt, in der München im Achtelfinale gegen den AC Mailand die Segel strich, sieht, dass anderswo in Europa mit mehr jugendlichem Elan gespielt wird. Bayern München hat zum zweiten Mal in Folge das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal gewonnen. Das hat bislang noch kein Team geschafft. Trotzdem werden Manager Uli Hoeneß und Trainer Felix Magath dem Gesicht der Mannschaft einen vitaleren Teint verpassen - damit es nächste Saison international nicht wieder so früh lange Gesichter gibt. m.blahak@volksfreund.de

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