Trierer Michael Frisch soll neuer Chef der Landes-AfD werden

Trier/Mainz : Trierer Frisch soll neuer Chef der Landes-AfD werden

Spektakuläre Wende vor dem heutigen Parteitag: Joachim Paul zieht seine Kandidatur nach schweren Vorwürfen und interner Kritik zurück.

(flor) Joachim Paul verzichtet beim Parteitag am Samstag in Bingen auf eine Kandidatur als rheinland-pfälzischer AfD-Chef. Das teilte der 49-Jährige unserer Zeitung am Freitag mit. Stattdessen kandidiert der Trierer Michael Frisch, der als Abgeordneter im Mainzer Landtag sitzt. „Ich habe mich nach dem Austausch mit Michael Frisch dafür entschieden, auf eine Kandidatur zu seinen Gunsten zu verzichten. Die Partei steht für mich an erster Stelle“, sagte Paul. Der Fraktionsvize im Mainzer Landtag steht unter Verdacht, vor Jahren einen Beitrag für eine NPD-nahe Zeitschrift geschrieben zu haben. Parteiintern wuchs der Druck auf Paul, der die Vorwürfe dementiert.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Heiko Wildberg hatte in unserer Zeitung von Paul gefordert, auf eine Kandidatur zu verzichten. Der Trierer Frisch sagte: „Ich stelle mich auf Wunsch vieler Parteifreunde in dieser schwierigen Situation zur Verfügung.“ Der bisherige AfD-Chef Uwe Junge will nicht erneut antreten. Frisch, der die AfD als „bürgerlich-konservativ“ bezeichnet, sagte, er wolle weg vom Image der „Protest- und Dagegenpartei“. Die AfD müsse stärker verdeutlichen, wofür sie stehe.

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