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Tritt die Kanzlerin noch einmal an? - Merkels Freunde machen mobil - Voller Rückhalt von regionalen CDU-Politikern

Tritt die Kanzlerin noch einmal an? - Merkels Freunde machen mobil - Voller Rückhalt von regionalen CDU-Politikern

Noch hat es niemand so klar gesagt: Nach den Worten von CDU-Vize Julia Klöckner tritt Angela Merkel wieder als Parteichefin an. Wann Merkel die erneute Kanzlerkandidatur verkünde, sei aber deren Sache.

In der CDU-Spitze gibt es breiten Rückhalt für eine erneute Kanzlerkandidatur von Parteichefin Angela Merkel. Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Klöckner teilte am Montag vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin mit: "Angela Merkel wird wieder antreten als Parteivorsitzende am Bundesparteitag, und sie wird dann selbst entscheiden, wann sie verkünden wird, dass sie als Kanzlerkandidatin zur Verfügung steht." Sie selbst könne sich als Kanzlerkandidatin "keine andere vorstellen als Angela Merkel", ergänzte Klöckner. "Aber überlassen Sie es doch ihr, wann sie das verkündet." Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte im Gespräch mit dem TV: "Ich würde mir wünschen, dass sie noch einmal kandidiert. Gehen Sie mal davon aus, wir kommen als Union zu gemeinsamen Ergebnissen beim Wahlprogramm und der Spitzenkandidatur." Merkel werde sich rechtzeitig äußern. Neben Klöckner plädierten auch andere führende CDU-Politiker in Rheinland-Pfalz dafür, dass Merkel bei der Wahl im Herbst 2017 wieder antritt. So stellten sich die Bundestags- und Landtagsabgeordneten aus der Region Trier in einer Befragung unserer Zeitung ebenfalls hinter die Kanzlerin.

Die Bild-Zeitung berichtete, prominente Vertreter der CDU-Spitze rechneten damit, dass Merkel auf dem Bundesparteitag im Dezember die Kandidatur für den Parteivorsitz mit der Kanzlerkandidatur verknüpfen werde - aus taktischem Kalkül heraus, um ihre parteiinternen Kritiker in Schach zu halten. Die Zeitung schreibt, wegen Unmuts über Merkels Flüchtlingspolitik werde ein erheblicher Dämpfer bei der Wahl zur CDU-Vorsitzenden befürchtet. Die Verkündung ihrer Kanzlerkandidatur vor der Abstimmung in Essen sei geeignet, das Ergebnis deutlich aufzupolieren. Wer dann noch gegen sie stimme, schmälere die Erfolgschancen der CDU im Wahlkampf. "Das diszipliniert", zitierte das Blatt ein namentlich ungenanntes Präsidiumsmitglied.

Merkel hat ihre Entscheidung über eine weitere Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2017 bislang offengelassen. Der Spiegel hatte berichtet, Merkel wolle ihre Entscheidung für eine erneute Kanzlerkandidatur wohl erst im Frühjahr 2017 bekanntgeben. Grund dafür sei, dass Seehofer erst dann entscheiden wolle, ob seine Partei Merkel wieder unterstütze. dpa/flor

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