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Trump-Triumph: Trierer sind traurig

Trump-Triumph: Trierer sind traurig

Einhellige Meinungen über den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl auch in Trier.

"Ich bin entsetzt, habe es aber so kommen sehen. Clinton war die falsche Gegenkandidatin zu Trump", sagt Christoph Heinemann (48), früherer Präsident der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Trier. Der zuletzt fast 100 Mitglieder zählende Verein hat sich Ende 2015 mangels Vorstandsnachwuchs aufgelöst. Darin kann Heinemann jetzt wenigstens "einen kleinen Vorteil erkennen: Wir müssen uns nicht mehr fragen, wie wir mit dem Wahlergebnis umgehen." Bei der Wiederwahl Barack Obamas 2012 hatte es noch "schöne Party an der Uni" gegeben. Mit dabei: US-Studenten und Professor Gerd Hurm, Leiter des Trierer Centrums für Amerikastudien.

Sehr wohl mit den neuen politischen Gegebenheit in den USA auseinandersetzen wird sich der Verein Fort-Worth-Gesellschaft . Anfang Dezember erwartet er eine Besuchergruppe aus Triers texanischer Partnerstadt. "Dann wird die Wahl ganz sicher ein Thema sein", glaubt der Vorsitzende Gereon Kohl (60), schließlich habe Fort Worth auch mit Toluca eine Partnerstadt in Mexiko. Kohl selbst zeigt sich "negativ überrascht vom dem eigentlich unvorstellbaren Wahlergebnis", obwohl für ihn klar war, dass im konservativen US-Bundesstaat Texas Trump gewinnen würde. So war es auch in den vier Counties (Verwaltungsbezirken) von Fort Worth. Dort entfielen auf den künftigen Präsidenten bis zu 83 Prozent der Stimmen.