Und wenn’s noch so nervt

Nein, ich habe auch keine Lust, bald schon wieder wählen zu gehen. Und doch werde ich es hoffentlich bald erneut tun dürfen. Denn was sich im Berliner Affenzirkus derzeit abspielt, ist eine Katastrophe für dieses Land.

Nein, ich habe auch keine Lust, bald schon wieder wählen zu gehen. Und doch werde ich es hoffentlich bald erneut tun dürfen. Denn was sich im Berliner Affenzirkus derzeit abspielt, ist eine Katastrophe für dieses Land. Das Drama beginnt mit einem Kanzler, der ganz offensichtlich unter massivem Realitätsverlust leidet, der sich schlicht weigert, Zahlen zur Kenntnis zu nehmen. Es geht weiter mit einer Kanzlerkandidatin, die von so vielen machtgeilen Parteifreunden umzingelt ist, dass sie wirklich keine Feinde mehr braucht. Prima Personal für eine Große Koalition! Gerhard, der nicht rechnen will, und Angela, die mit allem rechnen muss, aber auf niemanden mehr zählen kann. Und dann drohen da noch obskure Ampeln und Schwampeln, die manche auch Jamaika-Koalition nennen. Hört sich nach Verkehrsstau, Pilzgericht oder Rum-Gelage an, aber nicht nach dem, was dieses Land dringender braucht als alles andere: eine stabile Regierung, mit Mut, Rückgrat und langem Atem. Und deshalb muss er noch einmal ran, der deutsche Michel und sich endlich entscheiden. Für weiteres Ampel-Gehampel und quälenden Stillstand; für nutz- und endloses Dauerpalaver; für faule Kompromisse, die dieses Land nicht weiterbringen. Oder aber die Wähler entscheiden sich beim nächsten Urnengang für eine klare Mehrheit und damit für eindeutige Wahlaufträge. Sie begreifen mehrheitlich, dass ein bisschen schwanger nicht mehr geht in diesem Land der Massenarbeitslosigkeit, der ruinierten Staatsfinanzen, der bankrotten Sozialsysteme - in diesem Land der Angsthasen und Jein-Sager. Noch einmal wählen und uns wirklich entscheiden, darum geht's. d.schwickerath@volksfreund.de