Unruhen in Tunesien: LuxairTours fliegt Urlauber aus

Unruhen in Tunesien: LuxairTours fliegt Urlauber aus

Wegen der Unruhen im nordafrikanischen Urlaubsparadies Tunesien fliegt LuxairTours am Samstag die insgesamt 272 Urlauber der Reisegesellschaft, die sich noch in dem Land aufhielten aus. Auch andere Flug- und Reisegesellschaften bringen hre Kunden nach Hause.

(dpa/wie/r.g.) Präsident Zine el Abidine Ben Ali (74) ist ins Exil nach Saudi-Arabien geflüchtet. Vorübergehend hatte Ministerpräsident Mohamed Ghannouchi die Macht übernommen, doch die Situation in Tunesien ist nach wie vor unklar. Während das Auswärtige Amt in Berlin dringend von Reisen in das nordafrikanische Land abrät, bringen die Fluggesellschaften ihre Urlauber wieder zurück in die Heimat.

Auch LuxairTours, der Reiseveranstater der luxemburgischen Fluggesellschaft Luxair, hat am Samstag damit begonnen die 272 noch im Land befindlichen Urlauber zurück zu bringen. Die Kunden hätten sich hauptsächlich auf Djerba und in Monastir befunden.

Auch andere Reiseveranstalter fliegen deutsche Urlauber in die Heimat aus. Eine Luftraumsperrung verzögerte allerdings die Heimkehr zahlreicher Touristen. Die Veranstalter schätzen, dass mit deutschen Anbietern etwa 7000 Touristen nach Tunesien geflogen waren.

Die deutschen Veranstalter sagten alle Flugreisen für Urlauber nach Tunesien bis Montag ab. Alle Luxair hat alle Flüge nach Tunesien storniert. Wann sie wieder aufgenommen werden, hänge von der Entwicklung der Lage in Tunesien ab. Die Absage der Flüge gelte aber voraussichtlich mindestens bis 24. Januar, teilte Luxair mit.

Kunden die eine Reise in der Zeitspanne vor dem 24. Januar gebucht hätten, können bei ihrem Reisebüro oder bei LuxairTours (Telefon 00352/2456-4711) kostenlos umbuchen.

Am Morgen hatte der tunesische Verfassungsrat Foued Mbazaa (77) zum Interims- Präsidenten ernannt. Die Ernennung des bisherigen Parlamentspräsidenten wurde im Staatsfernsehen bekanntgegeben. Mbazaa soll Neuwahlen vorbereiten.