Unternehmen in der Region alarmiert

Unternehmen in der Region alarmiert

Für die Bitburger Braugruppe würde eine Erhöhung der Gewerbesteuer die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zusätzlich erschweren, sagt Werner Wolf, Sprecher der Geschäftsführung. "Wir bewegen uns in einem schwierigen Markt.

" Der kontinuierlich rückläufige Bierkonsum sowie steigende Energie-, Rohstoff- und Produktionskosten setzten die Brauerei stark unter Druck. "In dieser Situation erwarten wir Unterstützung - und keine zusätzlichen Hemmnisse", sagt Wolf.

Im Kreis Bitburg-Prüm könne eine Erhöhung der Gewerbesteuer die Abwanderung von Unternehmen beschleunigen oder verhindern, dass sich Unternehmen überhaupt für den Kreis entscheiden.

Streif in Weins heim: "Was soll ein Unternehmen schon von Steuererhöhungen halten", fragt Jörg-Achim Vette, Geschäftsführer des Hausbau- und Fertighaus-Spezialisten aus dem Norden des Eifelkreises. Er habe grundsätzlich kein Problem damit, Steuern zu zahlen - von irgendwas müsse die Gesellschaft und der Staat ja auch leben. "Wenn denn die Rahmenbedingungen stimmen" - doch das sei nach der Abschaffung der Eigenheimzulage und mit einer geplanten Anhebung der Grunderwerbssteuer nicht der Fall.

Auch wenn er das Problem der Kommunen verstehe - "man sollte abwarten und den Unternehmen mal Luft zum Atmen lassen", sagt Karl-Heinz Kessel, Geschäftsführer der Bastian Druck GmbH in Föhren. Obwohl es nun wieder aufwärts gehe: Die Betriebe hätten in den vergangenen beiden Jahren sehr gelitten und viele seien noch schwach. "Und das, was der Staat durch Umlagen und Stromsteuer auf uns abwälzt, macht bei uns jetzt schon zwei Arbeitsplätze aus", sagt Kessel. (kah)

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