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Unwetterfront richtet schwere Schäden an

Unwetterfront richtet schwere Schäden an

Eine Gewitterfront mit starkem Regen, Hagel und Sturmböen ist am Sonntagabend über Deutschland hinweggezogen und hat besonders in Bayern, Sachsen-Anhalt und Sachsen schwere Schäden angerichtet. Mehrere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Die Region kam am Sonntag glimpflich davon.

Im oberfränkischen Forchheim wehte eine Böe eine 36-Jährige während der Fahrt von ihrem Motorrad herunter und verletzte sie leicht. Auf der Autobahn 14 nördlich von Halle schlossen Wasser- und Schlammmassen fünf Autos ein. Bei der Bergung wurde ein Mensch verletzt.

Im Salzlandkreis südlich von Magdeburg deckte eine Windhose Dächer ab und entwurzelte Bäume. In einigen Orten seien mehr als drei Viertel der Häuser betroffen, teilte die Polizei mit. Für die betroffenen Menschen wurden Notunterkünfte eingerichtet. Auch in Berlin und Brandenburg, sowie im Südwesten Deutschlands gewitterte es teils heftig. Durch den starken Regen wurden Straßen und Grundstücke überschwemmt, Keller liefen voll Wasser. Mehrere Straßen mussten zeitweise gesperrt werden, auch im Zug- und Flugverkehr gab es Einschränkungen.Ebenfalls am Sonntag war am Mittelrhein bei St. Goar ein Intercity aufgrund eines Erdrutsches entgleist. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Wegen der Bergungsarbeiten rechnet die Bahn auch dort mit Zugausfällen und Verspätungen.

Auch die Region bekam die Auswirkungen der Gewitter am Sonntag zu spüren. In Wittlich schlug am Sonntagnachmittag der Blitz in einem Mehrfamilienhaus ein. In Schweich wurde wegen des Unwetters der Festumzug zum Stadtfest abgesagt.

In der Region um Idar-Oberstein allerdings hielten am Sonntag Starkregen und golfballgroßen Hagelkörner die Einsatzkräfte in Atem. Zahlreiche Notrufe erreichten die örtliche Polizeiinspektion am Sonntagnachmittag. In mehreren Orten fiel der Strom aus, in Zahlreichen Häusern liefen die Keller voll und Straßen wurden von umgestürzten Bäumen blockiert. (dpa/r.g.)