Verdächtiger steht seit langem im Visier der Fahnder

Verdächtiger steht seit langem im Visier der Fahnder

Dass der Fall Lolita Brieger am 24. August dieses Jahres in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" gezeigt wurde, dürfte kein Zufall gewesen sein. Auch wenn die Ermittler zu diesem Zeitpunkt noch immer keine konkrete Spur zu dem möglichen Mörder der damals schwangeren 18-Jährigen hatten, so hatten sie doch schon einen konkreten Verdacht.

Der Ex-Freund der jungen Frau aus dem nordrhein-westfälischen Frauenkron (Landkreis Euskirchen) stand schon länger im Visier der Fahnder.
Es habe eine "Reihe von kleinen Indizien und Hinweisen gegeben", etwa einen Streit der beiden im Vorfeld des Verschwindens, hieß es dann zwei Wochen nach der Sendung, als der 50-jährige, geschiedene Landwirt im Eifelort Scheid (Vulkaneifelkreis) festgenommen wurde.
Der entscheidende Hinweis


Ein Zeuge, der zusammen mit dem damals 21-Jährigen die Leiche der jungen Frau auf der Mülldeponie in der Nähe von Frauenkron beseitigt haben will, hat nach der Sendung den entscheidenden Hinweis gegeben. Der scheint so hieb- und stichfest gewesen zu sein, dass es für einen Haftbefehl gegen den Ex-Freund von Lolita Brieger reichte - obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Hinweis auf die Leiche der jungen Frau gab. Vieles erinnerte da an den Fall des seit vier Jahren vermissten Eifeler Rentners Walter Klein (69). Anfang des Jahres ist dessen Nachbar wegen Mordes zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden, obwohl die Leiche des Rentners bis heute nicht gefunden wurde und der Angeklagte die Tat bis zum Schluss bestritt. Auch in diesem Fall kam nach der Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" eine entscheidende Angabe. Fahnder hatten vor der Ausstrahlung die Wohnung des Tatverdächtigen verwanzt, erhofften sich davon Hinweise auf den Verbleib des Rentners.
Der mutmaßliche Mörder von Lolita Brieger schweigt bisher. Daran werde sich auch nach dem vermeintlichen Fund von Leichenteilen nichts ändern, sagte sein Verteidiger Heinz Neuhaus gestern. wie