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Verein fordert Widerruf des Ring-Verkaufs

Verein fordert Widerruf des Ring-Verkaufs

Der Verein Ja zum Nürburgring will den Widerruf des Nürburgring-Verkaufs durch die EU-Kommission beantragen. Das hat der Vereinsvorsitzende Otto Flimm in Nürburg bekannt gegeben.

Nürburg. Die EU-Kommission hatte am 1. Oktober entschieden, der Verkaufsprozess am Nürburgring sei transparent verlaufen. Damit will sich der Verein Ja zum Nürburgring nicht abfinden. Vereinschef Otto Flimm: "Die EU hat so entschieden, weil sie von den Insolvenzverwaltern und der Landesregierung falsch und unrichtig informiert worden ist."
Genau an diesem Punkt will der Verein einhaken. Sein Anwalt Dieter Frey erläutert: "Nach Artikel 9 der Beihilfenverfahrensordnung kann die Kommission Entscheidungen widerrufen, wenn diese aufgrund von falschen oder unrichtigen Informationen zustande gekommen sind." Frey sagt weiter: "Hätte die Kommission Kenntnis von entscheidenden Fakten gehabt, hätte sie wohl anders entschieden. Es ist ein einziger Wirtschaftskrimi, der hier gelaufen ist."
So sei das Käufergespann Capricorn/Getspeed zu keinem Zeitpunkt zahlungsfähig gewesen. "Aber nach Brüssel haben die Insolvenzverwalter immer nur kommuniziert, dass es trotz des Zahlungsverzugs keine Probleme gebe", sagt Frey. Zudem sei der Weiterverkauf der Mehrheitsanteile von Capricorn an die Investorengruppe um den Russen Viktor Kharitonin weder transparent noch diskriminierungsfrei abgelaufen. Neben dem Vereinhaben sich auch die unterlegenen Bieter Nexovation und H.I.G. in Brüssel beschwert. Jan Lindner