Verplappert!

Deutschlands Autofahrer sollten sich keinen Sand in die Augen streuen lassen. Wer vehement die Einführung einer PKW-Maut als Unsinn und unnütz bezeichnet, der betreibt vor allem eines: Wählerpflege.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat sich verplappert. Das ist die Wahrheit. Die PKW-Maut wird in nicht allzu ferner Zukunft kommen, weil die Kassen leer sind. Anders lassen sich die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur dauerhaft nicht stabilisieren. Und die erfolgreiche Erhebung der LKW-Maut hat die Begehrlichkeiten der Politik noch verstärkt. Die Frage der Ausweichverkehre wird dann übrigens eine völlig neue Dimension erhalten. Es stimmt, Autofahrer werden über die Kraftfahrzeugsteuer und über die ständig steigenden Spritpreise schon deutlich stärker als andere zur Kasse gebeten. Eine Entlastung ist da nur recht und billig, wenn man die PKW-Maut einführen will. Eine solche Entlastung wird ja auch allenthalben versprochen - doch Vorsicht: Wer mehr Geld in die Kasse spülen will, kann nicht vollständig kompensieren. Und neben zusätzlichen Einnahmen verbirgt sich hinter der Maut auch eine Lenkungsabsicht: Es soll mehr Verkehr auf die Schiene verlagert, sinnloses Fahren reduziert werden. Das ist parteiübergreifend politischer Wille. Eine belastungsneutrale Maut wird es deshalb nicht geben können. Wer dies dennoch verspricht, verkauft den Autofahrer schlichtweg für dumm. nachrichten.red@volksfreund.de