Viele neue Jobangebote im November

Viele neue Jobangebote im November

Trotz des Wintereinbruchs ist der Arbeitsmarkt in Deutschland robust. Bundesweit meldet Nürnberg die besten Zahlen seit der Wiedervereinigung. In der Region bleibt die Zahl der Arbeitslosen auf konstant niedrigem Level.

Nürnberg/Trier. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November auf ein Rekordtief gesunken. Die Bundesagentur für Arbeit meldet 2,633 Millionen Menschen ohne Job - das ist der niedrigste November-Wert seit der Wiedervereinigung. Behördenchef Frank-Jürgen Weise zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung: "Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, Erwerbstätigkeit und Beschäftigung haben erneut kräftig zugenommen." Der Arbeitsmarkt habe sich gut entwickelt.
Gute Entwicklung in der Region


In der Region Trier suchten 10 424 Menschen im November einen Job. Das sind 115 mehr als noch im Oktober. Für den Trierer Agentur-Chef Heribert Wilhelmi eine ganz normale Entwicklung: "Wir steuern auf den Winter zu, da steigen die Arbeitslosenzahlen." Grund zur Sorge gibt ihm das allerdings nicht, denn viele Menschen, die auf dem Bau oder in anderen Außenberufen arbeiten, wüssten jetzt bereits, dass sie im Frühjahr wieder eingestellt werden. Vor allem aber sehen die Arbeitsmarktexperten eine hohe Dynamik bei den freien Stellen. Allein im November wurden dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit 1171 neue Stellenangebote gemeldet - 135 mehr als im Oktober. Arbeitsuchende in der Region haben insgesamt sogar 3600 Jobangebote zur Auswahl.Extra

Mit einem wachsamen Auge blicken die Experten von Arbeitsagentur und Jobcenter auf die Entwicklung unter den arbeitslosen Ausländern. 1534 ausländische Bürger sind aktuell in der Region Trier ohne Job - 97 mehr als im Oktober und 183 mehr als im November 2014. Die Arbeitslosenquote der Ausländer liegt mit 9,8 Prozent deutlich über der allgemeinen Quote von 3,7 Prozent. "Nach und nach schlägt die große Zahl an Flüchtlingen auch in der Arbeitsmarktstatistik zu Buche", sagt Triers Arbeitsagentur-Chef Heribert Wilhelmi. "Die Arbeitsmarktzahlen erfassen jedoch alle Arbeitslosen mit ausländischem Pass, also auch solche, die unter Umständen schon seit Jahrzehnten in der Region Trier leben. Wir dürfen auf gar keinen Fall den Fehler machen und alle in der Statistik aufgeführten ausländischen Jobsuchenden mit Flüchtlingen gleichsetzen", betont er. Um den arbeitsuchenden Flüchtlingen, die sich in den nächsten Monaten verstärkt an Arbeitsagentur und Jobcenter wenden werden, gerecht zu werden, schafften die Behörden neue Angebote. So biete die Agentur für Arbeit kurzfristig Sprachkurse an: "Auch für die höherqualifizierten Flüchtlinge sind Sprachkenntnisse das A und O, um auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen zu haben", sagt Heribert Wilhelmi. hw