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Von Platz zehn auf Platz eins: Schnieder führt CDU-Liste an

Von Platz zehn auf Platz eins: Schnieder führt CDU-Liste an

Eifeler geht als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl.

Trier Der Eifeler CDU-Bundestagsabgeordnete und Landesgeneralsekretär Patrick Schnieder geht erstmals als Spitzenkandidat der rheinland-pfälzischen CDU bei der Bundestagswahl ins Rennen. Das hat der CDU-Landesvorstand in Mainz beschlossen. Die Landesliste muss noch von einem Parteitag Mitte März abgesegnet werden. Dies gilt allerdings als Formsache.
Der Grund für das christdemokratische Bäumchen-wechsel-dich-Spiel: Mehrere altgediente rheinland-pfälzische CDU-Parlamentarier treten zur Bundestagswahl im September nicht mehr an. Darunter sind die zuletzt auf der Landesliste Erstplatzierte Maria Böhmer (Kaiserslautern), Bernhard Kaster (Trier, Platz 3), Norbert Schindler (Neustadt/Speyer, Platz 4) und Michael Fuchs (Koblenz, Platz 5).
Von den "Top 5" vor vier Jahren geht nur der Cochemer Peter Bleser erneut ins Rennen. Der 64-jährige Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium stand zuletzt wegen der Spendenaffäre um den in seinem Wahlkreis lebenden Ex-Geheimagenten Werner Mauss in der Kritik. Wohl der Hauptgrund, warum Bleser zwar bei der Wahl antritt, sich aber mit Listenplatz zwei begnügt.
Auf dem von "Eifelturm" Patrick Schnieder bei der vergangenen Bundestagswahl belegten CDU-Listenplatz zehn steht dieses Mal der aus Pellingen (Kreis Trier-Saarburg) kommende Andreas Steier. Für den Nachfolger von Bernhard Kaster im Wahlkreis Trier eine gute Platzierung. Sollte der 44-jährige Steier das Direktmandat gegen SPD-Generalsekretärin Katarina Barley nicht gewinnen, könnte er über die Landesliste in den nächsten Bundestag einziehen.
Derzeit stellt die rheinland-pfälzische CDU 16 der insgesamt 310 Bundestagsabgeordneten der Union. 14 CDU-Parlamentarier holten vor vier Jahren das Direktmandat, zwei zogen über die Liste ein. Allerdings kam die CDU in Rheinland-Pfalz auch auf 43,3 Prozent der Zweitstimmen. Vier Jahre zuvor waren es gut acht Prozentpunkte weniger gewesen. Mit dem Resultat, dass 13 rheinland-pfälzische CDU-Politiker ein Bundestagsmandat gewannen - allerdings keiner davon über eine Listenplatzierung ins Parlament rutschte.
Mit seiner Top-Listenplatzierung gehört der erst seit 2009 im Bundestag sitzende Eifeler Patrick Schnieder endgültig zu den wichtigsten rheinland-pfälzischen CDU-Politikern im Bund. Gut möglich, dass der Eifeler im Herbst auch die Führung der dann neu zusammengesetzten Landesgruppe übernimmt.EINE REGION, DREI WAHLKREISE


Extra

 Patrick Schnieder.TV-Foto: Roland Morgen
Patrick Schnieder.TV-Foto: Roland Morgen Foto: roland morgen (rm.) ("TV-Upload morgen"
 Andreas Steier. Foto: CDU
Andreas Steier. Foto: CDU Foto: (h_hochw )

(sey) Deutschland ist in 299 Wahlkreise aufgeteilt. 15 gibt es in Rheinland-Pfalz, drei Wahlkreise liegen in der Region Trier. In allen drei Wahlkreisen - Bitburg, Trier, Mosel/Rhein-Hunsrück - hat die CDU vor vier Jahren sicher das Direktmandat gewonnen. In Bitburg gewann Patrick Schnieder, an der Mosel Peter Bleser und in Trier Bernhard Kaster. Schnieder und Bleser treten wieder an, Kaster nicht. Sein Nachfolger Andreas Steier tritt im September gegen SPD-Generalsekretärin Katarina Barley an.