Bahn: Vorerst kein Strom für Eifelstrecke von Trier nach Köln

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Noch immer ist unklar ob und wann überhaupt die Bahnstrecke von Trier nach Köln, die sogenannte Eifelstrecke, elektrifiziert wird. Nun wurde bekannt, dass der Bund nur bestimmte Bahnstrecken elektrifizieren will.

Die Eifelstrecke, auf der derzeit nur Züge mit Dieselantrieb fahren können, soll durchgängig von Trier bis Köln elektrifiziert werden. Das Land hat dies beim Bund beantragt. Dieser hat angekündigt, Geld zur Verfügung zu stellen, um möglichst viele Bahnstrecken zu elektrifizieren.

Doch offensichtlich will der Bund nur Strecken elektrifizieren, auf denen auch Güterverkehr unterwegs ist. Das teilte Thorsten Müller, Direktor des für den Schienennahverkehr zuständigen Zweckverband SPNV Nord, heute in Koblenz mit. Auf der Eifelstrecke fahren nur Personenzüge. Der Bund habe an das Land verwiesen, weil dies zuständig sei für die Finanzierung des Schienennahverkehr, berichtete Müller.

Er ist der Auffassung, dass der Bund zumindest anteilig die Kosten für die Elektrifizierung übernehmen müsse. Nach ersten Schätzungen im vergangenen Jahr kostet die durchgängige Elektrifizierung der Eifelstrecke mindestens 500 Millionen Euro. Einen Teil der Kosten müssten das Land und die im SPNV Nord zusammengeschlossenen Kommunen übernehmen.

Müller kündigte an, speziell für die Eifelstrecke ein Gutachten in Auftrag zu geben, um die Kosten und den Nutzen einer durchgängigen Elektrifizierung überprüfen zu lassen. Außerdem soll es Vorschläge geben, wie der Zugverkehr auf der Strecke generell schneller gemacht werden können.

Der Dauner Landrat Heinz-Peter Thiel fordert in Sachen Elektrifizierung eine schnelle Lösung, um in absehbarer Zeit, die Dieselzüge durch Elektrozüge zu ersetzen im Sinne der Klimaschutzziele.

(Bernd Wientjes )
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