Wachstum: Trier-Saarburg liegt vorn

TRIER. (sas) Aufschwung in Eifel und an der Mosel: Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm sind seit gut zehn Jahren die dynamischsten Landkreise in Rheinland-Pfalz. Der Wermutstropfen: Die gesamte Region bildet landesweit das Schlusslicht beim Wachstum.

Nach zweijähriger Bearbeitungszeit ist nun klar: Der Kreis Trier-Saarburg ist zwischen 1992 und 2001 der wachstumsstärkste Kreis in Rheinland-Pfalz gewesen. Mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 47,1 Prozent auf zwei Millionen Euro zeigt er eine besonders gute Entwicklung auf. Dies hat das Statistische Landesamt in Bad Ems errechnet. Das BIP bringt die wirtschaftliche Leistungskraft einer Region in einer Periode zum Ausdruck. Auch in der Eifel hat sich laut den reinen Zahlen einiges getan: So liegt der Kreis Bitburg-Prüm als zweite Körperschaft neben Trier-Saarburg mit einem Wachstum von 25,6 Prozent über dem Landesmittel.Innerhalb der Region Trier hat sich allerdings die Stadt Trier mit einer BIP-Steigerung von 10,5 Prozent am schwächsten entwickelt. "Es ist immer eine Frage der Ausgangsbasis", sagt Werner Kertels vom Statistischen Landesamt. Ein Kreis mit einer geringen Leistungskraft Anfang der 90er Jahre habe sich besser entwickeln können als eine Körperschaft, die zu diesem Zeitpunkt bereits gut aufgestellt gewesen sei, so der Statistiker.Dennoch weist eine Zahl deutlich nach unten: Die Entwicklung der Region Trier bleibt - seit 1992 kontinuierlich - unter dem Durchschnitt von Rheinland-Pfalz mit 21,8 Prozent. Dabei ist die Wirtschaft von 1992 bis 2001 immerhin um 20,5 Prozent gewachsen. Spitzenreiter im Land ist die Region Rheinhessen-Nahe mit einem Plus von 25,4 Prozent. Auch wenn man die Wirtschaftskraft auf die Zahl der Erwerbstätigen bezieht, liegt die Produktivität in der Region Trier mit einem Wert von 90,4 Prozent hinter dem Landesschnitt von 100. Keine Region in Rheinland-Pfalz weist niedrigere Werte auf. "Seit 1992 hat die Region Trier nicht aufholen können", stellt Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der Trierer Industrie- und Handelskammer fest. Auch beim BIP je Erwerbstätigen zeigt sich, dass zwischen 1992 und 2001 Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm ihre Position verbessern konnten, während die übrigen Kreise an Produktivität verloren haben. Für Walter Born, Geschäftsführer der Initiative Region Trier (IRT), gibt es klare Gründe für diese Entwicklung. "Beide Kreise haben eine gute Mischung von Gewerbe und Dienstleistung", sagt Born. So habe die Dynamik bei der Erschließung des Bitburger Flugplatzes den Bekanntheitsgrad der Eifel erhöht und Investitionen die Tür geöffnet. Die "Summe der Einzelinitiativen", habe auch den Kreis Trier-Saarburg mit seinem Industriepark Region Trier in Föhren-Hetzerath nach vorn gebracht, sagt der IRT-Chef.