| 21:36 Uhr

Warum erst jetzt?

Die Krise lässt auch Ursula von der Leyen nicht ruhen. Vor wenigen Wochen beging die Familienministerin den Fehler, angeblich steigende Geburtenzahlen voreilig als Erfolg ihres Elterngeldes zu verkaufen. Von Stefan Vetter

Am Ende zeugte die komplette Statistik für das Jahr 2008 sogar von einem Geburtenrückgang. Was liegt also näher, als die selbst verschuldete Defensive durch einen politischen Befreiungsschlag wettzumachen? Von der Leyens Vorschlag für ein verlängertes Elterngeld bei Teilzeitarbeit hat zweifellos das Zeug dazu.

Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass damit endlich ein Konstruktionsfehler im Gesetz beseitigt würde. Die augenblickliche Rechtslage benachteiligt nämlich ausgerechnet jene Eltern, die sich partnerschaftlich um ihren Nachwuchs kümmern wollen. Zu kritisieren bleibt auch, warum es erst einer Wirtschaftskrise bedurfte, um bei der Ministerin diesen Sinneswandel auszulösen. -pf./dr

nachrichten.red@volksfreund.de



Meinung

Warum erst jetzt?

Die Krise lässt auch Ursula von der Leyen nicht ruhen. Vor wenigen Wochen beging die Familienministerin den Fehler, angeblich steigende Geburtenzahlen voreilig als Erfolg ihres Elterngeldes zu verkaufen. Am Ende zeugte die komplette Statistik für das Jahr 2008 sogar von einem Geburtenrückgang. Was liegt also näher, als die selbst verschuldete Defensive durch einen politischen Befreiungsschlag wettzumachen? Von der Leyens Vorschlag für ein verlängertes Elterngeld bei Teilzeitarbeit hat zweifellos das Zeug dazu. Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass damit endlich ein Konstruktionsfehler im Gesetz beseitigt würde. Die augenblickliche Rechtslage benachteiligt nämlich ausgerechnet jene Eltern, die sich partnerschaftlich um ihren Nachwuchs kümmern wollen. Zu kritisieren bleibt auch, warum es erst einer Wirtschaftskrise bedurfte, um bei der Ministerin diesen Sinneswandel auszulösen. -pf./dr nachrichten.red@volksfreund.de