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Was Lottospieler wissen müssen

Was Lottospieler wissen müssen

Lottospielen wird ab dem 4. Mai pro Kästchen um 25 Cent teurer, soll aber auch mehr Gewinnchancen bieten. Der Volksfreund erklärt, wie die neuen Spielregeln aussehen.

Trier. Die Zahlenlotterie "6 aus 49" will mit einigen Änderungen die Gewinnchancen erhöhen und so neue Spieler anlocken, und sie will - natürlich - auch mehr Geld einnehmen. Lottospielen wird dadurch deutlich teurer. Statt 75 Cent kostet ein Kästchen ab dem 4. Mai einen Euro. Doch ändern sich auch einige Spielregeln: Die Zusatzzahl fällt weg, der Jackpot steigt schneller und eine neue Gewinnklasse soll schon bei zwei Richtigen plus Superzahl kleine Gewinne bringen. Hier das Wichtigste im Überblick:

Was ist Lotto 6 aus 49?
Die Zahlenlotterie Lotto 6 aus 49 wurde im Jahr 1955 das erste Mal ausgespielt und ist Lotto.de zufolge seitdem die beliebteste Lotterie der Deutschen. Ziel des Spiels ist die Voraussage von sechs Zahlen, die aus den Zahlen 1 bis 49 gezogen werden (Gewinnzahlen). Die Ziehungen finden sowohl am Mittwoch um 18.50 Uhr (live im ZDF) als auch am Samstag ab etwa 21.45 Uhr (live in der ARD) statt.
Wie und was gibt es zu gewinnen?
In einer Ziehung wird laut Lotto.de neben den sechs Gewinnzahlen eine Superzahl zwischen 0 und 9 ermittelt. Die Superzahl ist die letzte Ziffer der Spielscheinnummer. Ein Gewinn kann mit der Vorhersage von mindestens zwei übereinstimmenden Gewinnzahlen plus korrekter Superzahl bis zu maximal sechs richtigen Gewinnzahlen plus korrekter Superzahl erzielt werden. Die Gewinnsumme beträgt 50 Prozent des Spieleinsatzes und verteilt sich auf neun Gewinnklassen.
Sind die Gewinnchancen ab dem 4. Mai höher als bisher?
Angeblich ja. Die Gewinnchancen steigen nach Angaben von Lotto Rheinland-Pfalz teils deutlich, weil es nur noch die Superzahl gibt, die künftig für alle Gewinnklassen gilt, und die aus den Ziffern 0 bis 9 besteht. Die Zusatzzahl, die es vom 4. Mai an nicht mehr geben wird, konnte dagegen zwischen 1 und 49 liegen.
Die neue Gewinnklasse "Zwei Richtige mit Superzahl" (Gewinn: Festbetrag von fünf Euro) soll für rund 1,8 Millionen zusätzlicher Gewinne pro Ziehung sorgen.
Was ändert sich beim Jackpot?
Der Jackpot wird etwas schneller steigen, da in der Gewinnklasse 1 mit künftig 12,8 Prozent (bisher zehn Prozent) ein prozentual höherer Anteil am Spieleinsatz zur Ausschüttung bereitsteht.
Lässt sich das mit anderen Spielen kombinieren?
Ja. In Verbindung mit Lotto 6 aus 49 kann man außerdem an den Zusatzlotterien Spiel 77 und Super 6 sowie an der Glücks-Spirale teilnehmen.
Was kostet das Tippen?
Der Spieleinsatz für einen Tipp (Kästchen) kostet ab dem 1. Mai einen Euro (statt bisher 75 Cent) zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr pro Spielschein. Der Spieleinsatz für die Zusatzlotterien liegt bei 2,50 Euro beim Spiel 77 und 1,25 Euro für eine Teilnahme bei Super 6. Die Glücks-Spirale kostet fünf Euro.
Wo erfahre ich, welche Zahlen gezogen wurden?
Der Volksfreund veröffentlicht Gewinnzahlen und Quoten immer montags und donnerstags auf Seite 1. Man findet sie auch auf der Internetseite lotto.de sowie im Videotext von ARD und ZDF. kah/red
Extra

Auch Lotto ist ein Glücksspiel, das süchtig machen kann. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bescheinigt dem Spiel mit den Tippscheinen allerdings ein eher moderates Suchtpotenzial. Der Grund: die geringe Ereignisfrequenz. Dennoch gebe es Fälle von lottosüchtigen Spielern. Hierbei handele es sich meist um Spieler der Sonderformen des Lottospiels: um Systemspieler. Bei diesen Systemspielscheinen können Spieler ihre Gewinnchancen durch einen höheren Geldeinsatz steigern. Weil die Gewinnchancen dennoch sehr gering sind, können der Bundeszentrale zufolge recht hohe Verluste erzielt werden. Ein Süchtiger spiele häufig mehrere Glücksspiele. In diesem Fall bediene Lotto die Hoffnung, die Spielschulden durch einen möglichst hohen Gewinn wieder loszuwerden. Auch ein hoher Jackpot erhöhe die Suchtgefahr bei der Lotterie "6 aus 49". kah