Was sich die regionalen Bundestagsabgeordneten für die nächsten vier Jahre vorgenommen haben

Was sich die regionalen Bundestagsabgeordneten für die nächsten vier Jahre vorgenommen haben

Für 631 Parlamentarier beginnt mit der heutigen ersten Bundestagssitzung nach der Wahl der politische Alltag. Der Trierische Volksfreund hat die sechs Abgeordneten aus der Region zum Auftakt gefragt, was sie in den nächsten vier Jahren unbedingt auf den Weg bringen wollen.

Katarina Barley (SPD): Ich werde mich für die Abschaltung des grenznahen französischen Pannenreaktors Cattenom einsetzen. Hier muss der politische Druck erhöht werden. Gleiches gilt für die Verkehrsanbindung der Region - insbesondere wenn ich an die Schiene denke. Zu einer guten Vertretung des Wahlkreises gehört für mich außerdem, dass ich mir Zeit für die vielen konkreten Anliegen und Probleme der Bürger nehme. Der Dialog ist mir wichtig.

Peter Bleser (CDU): In meinem Fachbereich Landwirtschaft und Verbraucherschutz will ich die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft verstärken, den Weinbau unterstützen, den Tierschutz noch weiter verbessern, die Lebensmittelsicherheit erhöhen und Verbraucherrechte stärken.

Bernhard Kaster (CDU): Ich erwarte, dass wir diejenigen mehr in den Blick nehmen, die unser Gemeinwohl tragen, die Arbeitnehmer, die Mittelständler sowie die Familien und Ehrenamtlichen. Der Wahlkreis ist für mich die Kernaufgabe und hat zahlreiche Themen: Die Region darf vom Fernverkehr der Bahn nicht abgehangen werden. West- und Nordumfahrung müssen in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Für Cattenom brauchen wir eine Abschaltperspektive.

Corinna Rüffer (Grüne): Ich stehe für soziale Gerechtigkeit und will Ansprechpartnerin und Stimme sein für alle, die nicht oder zu selten gehört werden. Insbesondere für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung und eine menschliche Flüchtlingspolitik will ich meine Stimme erheben. Als Triererin will ich mich vor allem für finanziell handlungsfähige Kommunen einsetzen.
Die Verkehrsprobleme in der Region lösen wir nur durch nachhaltige ÖPNV-Konzepte, die Verlagerung des Fernverkehrs auf die Schiene sowie durch eine integrierte Logistik im Güterverkehr.

Katrin Werner (Linke): Angesichts der Tatsache, dass der Kreis Trier-Saarburg bei den Minijobs bundesweit auf Rang zwei liegt, liegt es mir besonders am Herzen, für einen flächendeckenden Mindestlohn und gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu kämpfen. Zudem werde ich mich für Alleinerziehende und deren Kinder einsetzen. Sie brauchen bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten und einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt.
Ein dritter Schwerpunkt wird die Finanzausstattung der Kommunen sein. Die Einnahmesituation der Kommunen muss verbessert werden und nicht weiter eine Kürzungspolitik betrieben werden.

Patrick Schnieder (CDU): Als Mitglied im Verkehrsausschuss erwarten mich zwei große Herausforderungen: Zum einen wird es um neue Finanzmittel für die Infrastruktur gehen, zum anderen steht der Bundesverkehrswegeplan 2015 an. Dort werden für die Region wichtige Weichen gestellt: Es geht um den A 1-Lückenschluss, die Nord- und Westumfahrung Trier und im Bereich Schiene um den Ausbau der Eifelstrecke. Ein wichtiges Thema bleibt für mich der ländliche Raum.
Hier sind meine Schwerpunkte der flächendeckende Breitbandausbau, eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft und der Erhalt der Lebensqualität. sey

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