Was tun, wenn es ernst wird?

Nachdem sich unsere erste Telefon-Expertenrunde mit der medizinischen Seite der Demenz beschäftigt hatte, geht es in der heutigen TV-Telefonaktion von 17 Uhr bis 19 Uhr um die Auswirkungen auf das Alltagsleben, wenn die Krankheit Realität wird.

Trier. Auf die Betroffenen und ihre Angehörigen stürmen nach einer Demenz-Diagnose in kurzer Zeit viele Fragen ein. Wie kann der Alltag organisiert werden, wo bekommt man Rat und Hilfe, was ist am dringendsten zu klären? Darüber hinaus geht es oft um Fragen der Finanzierung, der Antragstellung, der rechtlichen Absicherung.

Schreitet die Krankheit fort, müssen Angelegenheiten wie eine Vorsorgevollmacht oder die Bestellung einer Betreuung geklärt werden. Aber auch die Suche nach der dem jeweiligen Stadium angemessenen Betreuungs- und Pflege-Form spielt eine große Rolle. Zu Hause bleiben, allein oder betreut, Tagespflege, Heim - das Spektrum ist breit. Was gibt es an niedrigschwelligen Angeboten? Sport-, Spiel,- Musikgruppe, das will bedacht sein.

Unsere Expertinnen-Runde hat Erfahrung mit all diesen Problemen.

Margret Brech, Leiterin der Caritas-Fachstelle in Wittlich, informiert über die Arten von Betreuungs- und Versorgungsangeboten für demenzkranke Menschen in der Region, von der Selbsthilfegruppe bis zur Tagespflege.

Regina Mertesdorf, bei der Stadtverwaltung Trier für Betreuungsfragen zuständig, gibt Auskunft zu den Themenfeldern Vorsorgevollmacht, gesetzliche Betreuung und Patientenverfügung.

Therese Grewenig von der Beratungs- und Koordinationsstelle des Roten Kreuzes in Waldrach beantwortet Fragen zum Thema Pflegeversicherung, Eingruppierung in Pflegestufen, finanzielle Hilfen für häusliche Pflege.

Johanna Reusche, Vorstandsmitglied der Alzheimer-Gesellschaft Region Trier e.V., berät über den alltäglichen Umgang und die Kommunikation mit demenzkranken Menschen.

Ilse Jacoby vom Sozialdienst des Roten Kreuzes in Prüm steht für Informationen über die Möglichkeiten und Angebote der pflegerischen Versorgung von Demenzkranken zur Verfügung.

Ihre Anrufe und Fragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Unsere Mitarbeiterin Katja Bernardy greift beispielhafte Fragen aus dem Gespräch mit den Expertinnen auf und stellt sie unter Wahrung der Anonymität für einen Artikel in der TV-Freitagsausgabe zusammen.