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Was wünschen Sie sich vom neuen Papst?

"Unser Papst": Deutsche Schüler zeigen auf dem Petersplatz in Rom mit einem Transparent ihre Verbundenheit mit Benedikt XVI. Foto: dpa
"Unser Papst": Deutsche Schüler zeigen auf dem Petersplatz in Rom mit einem Transparent ihre Verbundenheit mit Benedikt XVI. Foto: dpa FOTO: A3250 Oliver Berg (dpa)
ROM/TRIER. (dpa/wie) Der neue Papst Benedikt XVI. will die Einheit der Christen und den Dialog mit anderen Religionen zu seinen wichtigsten Zielen machen. Seine Wahl wird von der überwiegenden Mehrheit positiv aufgenommen. Der TV fragt in einer großen Umfrage: Was wünschen Sie sich vom neuen Papst, welche Erwartungen haben Sie?

In seiner ersten Predigt, gut 15 Stunden nach der Wahl, skizzierte Joseph Ratzinger (78) gestern Morgen in der Sixtinischen Kapelle Grundzüge eines Programms für sein Pontifikat. Dabei rückte er die Bewahrung des Friedens in den Mittelpunkt. Im August will der Papst zum Weltjugendtag nach Köln kommen: "Mit Euch, liebe Jugend, Zukunft und Hoffnung der Kirche und der Menschheit, will ich weiter den Dialog führen." Mit dem Weltjugendtag sei ein großartiges Portal zum Beginn des Pontifikats geschaffen worden, sagte der Sprecher des Weltjugendtages, Matthias Kopp. Die Wahl ist weltweit überwiegend positiv aufgenommen worden, doch gab es auch sehr kritische Stimmen. Die große Mehrheit der Bundesbürger (76 Prozent) freut sich darüber, dass nach 480 Jahren wieder ein Deutscher Papst ist. Die Person Ratzingers erhält aber weniger Zustimmung (63), wie eine repräsentative Umfrage für die ARD ergab. 87 Prozent erwarten von Benedikt XVI. innerkirchliche Reformen wie die Gleichberechtigung der Frau oder die Aufhebung des Eheverbots für Priester. Viele stört allerdings das hohe Alter (60 Prozent) des Kirchenoberhauptes. Die meisten der vom TV Befragten begrüßen die Wahl Ratzingers. Der aus Trier stammende Vatikanexperte Ludwig Ring-Eifel erwartet, dass Benedikt XVI. "einiges bewegen kann": "Er kann mehr Reformen wagen, als ein progressiver Papst, der mit einer schwachen Mehrheit gewählt worden ist", sagte Ring-Eifel im TV-Interview. Ratzinger werde ein politischer Papst, so die Einschätzung des Experten. , 4 LOKALES Liebe Leserin, lieber Leser, mailen Sie uns: Was wünschen Sie sich von Papst Benedikt XVI.? (bitte Namen und Adresse nicht vergessen.) Oder diskutieren Sie in unserem Intrinet-Forum mit. Sie können uns auch faxen (0651/7199-990) oder schreiben: Trierischer Volksfreund Stichwort Papst Postfach 3705 54227 Trier Bitte fassen Sie sich kurz, damit viele Lesermeinungen veröffentlicht werden können.