Weihnachten im Krieg 1939 bis 1944

Weihnachten im Krieg 1939 bis 1944

Vor siebzig Jahren feierten die Menschen ihre ersten Kriegs-Weihnachten. Im Laufe der folgenden Jahre wurde das Fest immer mehr vom Fortgang des Krieges gekennzeichnet. Bis heute war Weihnachten im Krieg selten Gegenstand der Betrachtung. Das soll sich nun ändern.

(DiL) Der Historiker Thomas Schnitzler sucht Exponate für eine Ausstellung, die ab dem 27. November in Trier gezeigt werden soll. Parallel ruft der TV seine Leser zum Niederschreiben ihrer Erinnerungen auf, wenn sie Weihnachtsfeiern in dieser Zeit in der Region Trier miterlebt haben oder aus Erzählungen von Zeitzeugen kennen. War Weihnachten anfangs noch ein traditionelles christliches Fest, wurde es im Laufe der Kriegsjahre zunehmend von Propaganda-Aktionen überschattet. Viele Gedanken galten aber auch den Angehörigen, die Weihnachten an den Fronten verbringen mussten. Und Jahr für Jahr wurde es für die Mütter schwieriger, Geschenke zu organisieren. Der Rohstoffmangel führte dazu, dass statt Modelleisenbahnen und Puppen "deutsche Märchenfiguren" und Billigspielzeug aus Bastelpapier verschenkt wurden.

Thomas Schnitzler sucht für die Ausstellung Feldpostbriefe und -päckchen mit "Liebesgaben" aus der Heimat, Zigaretten-Metalldosen mit Trierer Marken wie Overstolz oder Eckstein. Gesucht ist aber auch anderes, was mit den Kriegs-Weihnachtsfesten zu tun hat - bis hin zu fettarmen Kriegs-Kuchenrezepten.

Gute und böse Erinnerungen sind ebenfalls gefragt - der TV wird sie in der Vorweihnachtszeit als Zeitzeugen-Aussagen seiner Leser veröffentlichen.

Exponate für die Ausstellung an VHS Trier, Domfreihof, Stichwort "Ausstellung Kriegsweihnachten". An: vhs@trier.de. oder Tel.: 0651/718-1434.

Zeitzeugen-Berichte bitte bis zum 30. November per Mail an: zeitzeugen@volksfreund.de