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Wen schützt der Rettungsschirm?

Wen schützt der Rettungsschirm?

Staatsanleihen, Ausfallrisiko, Euro-Rettungsschirm - was bedeuten die Begriffe, die derzeit viel diskutiert werden? Der TV erklärt, was dahinter steckt.

Staatsanleihen: Dabei handelt es sich um Schuldverschreibungen eines Staates, das heißt, eine Bank oder ein anderes Land gibt dem Staat einen Kredit, der nach einer vereinbarten Zeit mit Zinsen zurückgezahlt werden muss.

Ausfallrisiko: Der Staat, der die Anleihen ausgegeben hat, könnte zahlungsunfähig werden. Der Inhaber der Staatsanleihen hätte in diesem Fall keine Möglichkeit mehr, an sein Geld zu kommen. Dieses Ausfallrisiko wird nach verschiedenen Gesichtspunkten geschätzt. Von dieser Einschätzung hängt letztlich die Höhe der Zinsen ab, zu denen sich ein Staat auf den nationalen und internationalen Märkten Geld leihen kann.

Euro-Rettungsschirm: Wegen des Ausfallrisikos ist die Kreditaufnahme für hoch verschuldete Staaten besonders teuer. Der Euro-Rettungsschirm soll dafür sorgen, dass solche Staaten zu günstigeren Konditionen an Geld kommen. Braucht ein Land Finanzhilfen, muss das Geld am Kapitalmarkt beschafft werden. Der Euro-Stabilitätsfonds, wie der Rettungsschirm offiziell heißt, hat seinen Sitz in Luxemburg im Bankenviertel auf dem Kirchberg. (wie)