Wer nicht hören will...

Ökos, Tagträumer, Visionäre einer besseren Welt: Was hat man die Pioniere der alternativen Energien vor Jahren noch beschimpft und ihnen ideologische Verbrämtheit vorgeworfen.

Ökos, Tagträumer, Visionäre einer besseren Welt: Was hat man die Pioniere der alternativen Energien vor Jahren noch beschimpft und ihnen ideologische Verbrämtheit vorgeworfen. Wer sich einen Sonnenkollektor aufs Dach montierte oder metertiefe Bohrungen ins Erdreich anstrengte, der musste entweder Geld zu viel haben oder nicht ganz bei Trost sein.Doch mit den horrenden Preiserhöhungen für die Hauptenergieträger der Industrienationen, Öl und Gas, sowie der zunehmend unsicherer gewordenen Versorgungslage wendet sich das Blatt nun langsam. Da besuchen Hausbauer, Eigenheimbesitzer und Vermieter Informationsabende, greifen Faltblätter zu Sonne, Holz und Erdwärme ab und suchen nach Auswegen, die Heiz- und Energiekosten im erträglichen Rahmen zu halten. Wenn man den Anteil dieser Kosten am Gesamtbugdet einer Familie auf rund zwölf Prozent schätzt, so sind Einsparungen auf diesem Gebiet eine Menge Geld. Und die sind trotz hoher Anfangskosten durchaus drin.

Warum sonst gehen inzwischen Kommunen und Betriebe auch in unserer Region mit gutem Beispiel voran und bauen in Schulen Holzhackschnitzel-Anlagen und in Bauernhöfen Pellet-Öfen ein? Was die Fernsehfigur Peter Lustig in seiner Sendung "Löwenzahn" schon vor Jahrzehnten Generationen von Kindern beigebracht hat, nämlich sorgsam mit den Ressourcen der Natur umzugehen und von Mutter Erde zu lernen, müssen sich viele Verbraucher nun notgedrungen wie das kleine Einmaleins aneignen. Das bedeutet viel Arbeit. Doch jede Krise biete eine Chance. So haben die hohen Öl- und Gaspreise auch ihr Gutes.

s.schwadorf@volksfreund.de