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Wie geht es nun weiter?

Wo steht die Welt beim Klimaschutz? Beim Klima-Abkommen von Paris verständigte sich die Staatengemeinschaft darauf, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Unerlässlich dafür ist ein drastischer Rückgang bei den CO{-2}-Emissionen.

Unmittelbar vor der Konferenz in Bonn berechneten UN-Experten, dass ein Anstieg von mindestens drei Grad bis zum Jahr 2100 nach Lage der Dinge "sehr wahrscheinlich"sei. Für 2017 rechnen Forscher erstmals nach drei Jahren wieder mit einem Anstieg der CO2-Emissionen. Was hat der Gipfel konkret gebracht? Dass der Ausstieg aus der fossilen Energie im Kampf gegen den Klimawandel unumgänglich ist, scheint sich auf internationaler Ebene weitgehend durchgesetzt zu haben. Schließlich lassen sich nur so die CO{-2}-Emissionen tatsächlich substanziell zurückfahren. Der Druck, von Kohle und Co. Abschied zu nehmen, wächst. In Bonn formierte sich auf Betreiben von Kanada und Großbritannien ein Bündnis, das diesen Schritt beschleunigen will. Allerdings hielten sich die Initiatoren mit konkreten Ansagen zurück. Was steht für die nächste Konferenz im Herbst 2018 im polnischen Kattowitz auf der Agenda der Staatengemeinschaft? Die Staaten müssen das in Bonn verfasste Regelbuch für die Umsetzung des Abkommens von Paris fertigstellen. Gesprächsbedarf gibt es bei der Debatte über die Ziele, die vor 2020 erreicht werden sollen. (KNA)