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Wolf im Grenzgebiet zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz fotografiert

Aufnahme eines Wolfs durch eine Fotofalle in einem Waldgebiet im Kreis Siegen-Wittgenstein am 22.01.2015. Foto: privat/Nordrhein-westfälisches Umweltministerium
Aufnahme eines Wolfs durch eine Fotofalle in einem Waldgebiet im Kreis Siegen-Wittgenstein am 22.01.2015. Foto: privat/Nordrhein-westfälisches Umweltministerium FOTO: Nordrhein-westfälisches Umweltministerium
Siegen. Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats hat ein Wolf seine Spuren in Nordrhein-Westfalen hinterlassen. Das Tier ist vor etwas mehr als einer Woche nahe der rheinland-pfälzischen Grenze im Kreis Siegen-Wittgenstein von einer Wildkamera fotografiert worden. Das teilte das nordrhein-westfälische Umweltministerium am Freitag mit. dpa

Ende Dezember war bereits in Ostwestfalen ein Wolf identifiziert worden. Nun soll eine DNA-Analyse klären, ob auf den neuen Aufnahmen dasselbe Tier oder einen weiterer Wolf zu sehen ist. Außerdem sollen im Labor für Wildtiergenetik des Senckenberg-Institutes (Gelnhausen) Speichelproben untersucht werden, hieß es in Düsseldorf. Wie die Siegener Zeitung mitteilt , sei das Tier in einem Waldgebiet am Pfannenberg südlich von Siegen, nahe der Grenze zu Rheinland-Pfalz fotografiert worden.

Auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen galt der Wolf seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgerottet. Gegenüber dem Menschen gilt das Tier, das in der Nacht bis zu 70 Kilometer wandert, als äußerst scheu. Spaziergänger oder Wanderer dürften einen Wolf nach Experten-Meinung nicht zu Gesicht bekommen.

Auch in Rheinland-Pfalz und Luxemburg ist eine Rückkehr des Wolfes nicht mehr auszuschließen. Die Frage ist nicht ob, sondern allenfalls wann, äußerten sich Experten gegenüber volksfreund.de im April 2014 , nachdem nahe dem französischen Metz ein Wolf fotografiert worden war. 2012 war erstmals seit 120 Jahren ein Wolf im Westerwald gesichtet worden, das Tier war kurz darauf aber von einem Jäger erschossen worden.