| 22:52 Uhr

Bahnhof Wuppertal-Elberfeld
Mann reißt Kind an sich und springt vor einfahrenden Zug

Wuppertal. Ein 23-jähriger Mann ist am Donnerstagabend am Bahnhof Wuppertal-Elberfeld mit einem fünfjährigen Jungen ins Gleisbett vor einen einfahrenden Zug gesprungen. Er hatte das Kind seiner Familie entrissen.

Die Eltern des Kindes standen nach Polizeiangaben am Donnerstagabend mit dem Fünfjährigen und ihren beiden anderen Kindern im Alter von einem und drei Jahren am Bahnhof Wuppertal-Elberfeld. Plötzlich näherte sich der fremde 23-Jährige, griff nach dem Fünfjährigen, lief einem einfahrenden Zug entgegen und sprang schließlich ins Gleisbett.

Kurz vor dem Zusammenstoß legte sich der Mann mit dem Kind längs zwischen die Schienen. Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein, konnte aber nicht verhindern, dass der Zug noch einige Meter über die Beiden hinwegrollte.

Zeugen hielten den unverletzten 23-Jährigen anschließend bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der polizeibekannte Mann wurde festgenommen - die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Zu dem Motiv der Tat war zunächst nichts bekannt. Der kleine Junge kam mit Schürfwunden ins Krankenhaus. Die Familie wurde von Seelsorgern betreut.

(jco/dpa)