X wie Sex, Z wie Zweitstimme

Das Lexikon zur Bundestagswahl auf volksfreund.de: In diesem Bundestagswahlkampf hat es bei politischen Umfragen keine Tabus mehr gegeben, auch der Sex ist hinterfragt worden.

FDP-Wähler sind sexuell aktiver und zugleich treuer als die Anhänger anderer Parteien, haben Hamburger Sozialforscher im Auftrag des Politmagazins "Cicero" herausgefunden. Laut der vor einigen Wochen veröffentlichten Umfrage haben die Freidemokraten durchschnittlich 2,1 mal Geschlechtsverkehr pro Woche und liegen damit vor Union und Linken (jeweils 1,8), Grünen (1,7) und Sozialdemokraten (1,5). Und wer leistet sich die meisten Seitensprünge? Ergebnis: Linke und Unions-Anhänger führen die Umfrage-Liste mit 55 beziehungsweise 54 Prozent knapp vor den Grünen (51 Prozent) und den Sozialdemokraten (50 Prozent) an. FDP-Anhänger sind am treuesten. "Nur" 47 Prozent können sich für eine verbotene Affäre begeistern. Bei all den Seitensprüngen fällt einem der Übergang zur Zweitstimme jetzt etwas leichter: Jeder Wähler hat nämlich am 27. September zwei Stimmen. Mit der Erststimme wählt er den Kandidaten für das Direktmandat (Mehrheitswahl), mit der Zweitstimme die Partei (Verhältniswahl). Entscheidend für die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ist entgegen ihres Namens eindeutig die Zweitstimme. (has)

Die Korrespondenten unseres Berliner Büros haben an dieser Stelle Begriffe rund um die Bundestags-Wahl erläutert. Die Serie ist damit abgeschlossen.