Zu unserem Artikel: Köhler fordert Kraftakt von Politikern

Zu unserem Artikel: Köhler fordert Kraftakt von Politikern

Der Bundespräsident muss auf alle Fälle stets neutral bleiben, aber er muss das Recht haben, Politikern, Wirtschaftlern und Gewerkschaftlern, der angeblichen Elite der Nation, den Marsch zu blasen, wenn er den Eindruck hat, dass Selbige den Kontakt zum Volk verloren haben. Weiterhin sollte er sich in unsere föderalistische Kleinstaaterei einmischen können, denn 16 Länder mit zusammen 140 Ministerien haben zu einem perfekt organisierten Stillstand in unserer Republik geführt.Gerhard Schmitt, Bernkastel-KuesDer Bundespräsident soll sich verstärkt in die Politik einmischen, wenn er vermitteln kann, dass er seine Meinung weitgehend frei von parteilichen Bindungen und Rücksichten auf Wahltermine vorträgt. Dazu muss er in der Bürgerschaft glaubhaft als ehrlicher Repräsentant des ganzen Volkes gesehen werden können. Besonders gefragt ist seine Kritik und Anregung zu Sachgebieten in denen er über persönliche, fundierte Sachkenntnisse verfügt, wie es bei Bundespräsident Köhler offensichtlich der Fall ist. Aribert Kopnarski, Mehring Wenn Parteipolitik sich nur um die eigene Klientel und die nächsten Wählerstimmen sorgt, wenn Demokratie fast auf der Stelle tritt und kaum ein Politiker den Mut zu tatsächlichen Reformen aufbringt, dann ist es absolut erfrischend und notwendig, dass sich mit dem Bundespräsidenten jemand zu Wort meldet, der weiter blickt als es die Tagespolitik tut (...) Können wir weiter die Augen verschließen, wenn über fünf Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos sind und das Wirtschaftswachstum an unserem Land vorbeigeht? (...) Nicht Parteipolitik, sondern ehrliches Vergleichen und Bilanzieren ist notwendig, danke für die offenen Worte Herr Bundespräsident, sie lassen hoffen!Andreas Grewenig, WittlichWas ist, wenn der Bundespräsident erkennt, daß die politischen Vertreter sich weniger um das dringendste Problem des Landes, der Arbeitslosigkeit, als um die eigene Profilierung beziehungsweise um den eigenen Machterhalt kümmern? Hier kann ein Bundespräsident, gleicher welcher Couleur, nicht einfach wegsehen und den "braven Präsidenten" spielen. Es ist daher ohne Wenn und Aber zu begrüßen, daß der Bundespräsident auf die dringendste gesellschaftliche Aufgabe hinweist und den politisch Verantwortlichen in Regierung und Opposition ihre Verantwortung öffentlich vor Augen hält. Paul Adams, Bernkastel-Kues

Mehr von Volksfreund