Zu unserem Artikel:

Ich halte von dieser Maßnahme überhaupt nichts. Das vorhandene Gewaltpotenzial wird dadurch in keiner Weise abgebaut. Die Gewaltexzesse werden nur aus dem überwachten Schulgelände auf Bereiche außerhalb der Überwachung verlagert.

Damit ist niemandem geholfen. Wir brauchen Maßnahmen, die dazu geeignet sind, die Gewaltbereitschaft der Schüler abzubauen. Das wird ganz sicher nicht durch die geplante Bespitzelung erreicht. Hier sind Politik, Schule (Behörde und Lehrerschaft) und nicht zuletzt die Eltern gefordert. Mit einer Überwachungsanlage wird lediglich das schlechte Gewissen der Verantwortlichen beruhigt ("An unserer Schule gibt es ja keine Gewalt mehr”). Frank Spier, Raversbeuren Ich bin Mutter zweier Schüler des Trarbacher Gymnasiums und halte eine Video-Überwachung für überflüssig. Wenn die Schüler sich gegenseitig besser respektieren und aggressivem Verhalten ausweichen würden, könnte ein friedliches Beisammensein möglich sein. Dazu gehört aber auch, dass die entsprechenden Lehrer auf dem Schulhof präsent sind und sich eine gewisse Autorität verschaffen. Dorothea Stronz-Gietzen, Reil Der Titel "Das Fenster zu meinem Kind" im Zusammenhang mit der Videoüberwachung per Internet macht Angst und Bange. Eltern sitzen vor den Bildschirmen und achten darauf, dass es ihren Sprösslingen in der Schule auch gut geht. Bei verdächtigen Beobachtungen wird sofort das Sekretariat der Schule informiert, die Lehrer werden ausgeschickt, und es wird dafür gesorgt, dass der Kleine wieder seine Mütze bekommt, die ihm Schulkameraden abgenommen haben… Nein, so stelle ich mir Gewaltprävention nicht vor. Das Fenster zu meinem Kind ist der persönliche Kontakt, die Zeit, die ich mir für die Anliegen meiner Kinder nehme, Unternehmungen, die ihr Selbstbewusstsein stärken. Uschi Moog, Traben-Trarbach