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Zurzeit hohe Waldbrandgefahr im Land und in der Region Trier

Zurzeit hohe Waldbrandgefahr im Land und in der Region Trier

Die Brände an Ostermontag haben es gezeigt: Das trockene und warme Wetter der vergangenen Tage hat nicht nur in Belgien, sondern auch in Rheinland-Pfalz und in der Region Trier die Gefahr von Feuern steigen lassen. Das Umweltministerium hat deshalb eine Warnung ausgesprochen.

Mainz/Trier. Feuer im Venn, Brand in Kenn: Das warme und trockene Osterwochenende hat erwiesen, wie hoch zurzeit die Gefahr von Wald- und anderen Bränden ist. Das Umweltministerium des Landes Rheinland-Pfalz hat aufgrund der Wetterlage die Gefahrenstufe für die Waldgebiete auf "vier" ("hohe Gefahr") gesetzt. Die Skala reicht von eins bis fünf ("sehr hohe Gefahr"). Das für die kommenden Tage angekündigte kühlere und teils regnerische Wetter lasse jedoch eine Entspannung eintreten, "so dass in zwei Tagen flächendeckend Stufe zwei erwartet wird", sagt Pressereferentin Tanja Girke.Kein Bundesland hat, bezogen auf seine Gesamtfläche, mehr Wald als Rheinland-Pfalz: 830 000 Hektar (42 Prozent von insgesamt 1,98 Millionen Hektar oder fast 20 000 Quadratkilometer). Seit 2000 habe es auf dieser Gesamtfläche durchschnittlich 40 Waldbrände pro Jahr gegeben, sagt Tanka Girke, meist seien dies aber kleinere Feuer gewesen. Dadurch würden jährlich zwischen zehn und 15 Hektar geschädigt. Im Jahr 2010 gab es 21 Waldbrände auf 15 Hektar."Die Schwerpunktzeit für Waldbrände ist im April, August und September", ergänzt Tanja Girke. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern seien dennoch Waldbrände in Rheinland-Pfalz eher selten, heißt es beim Ministerium. Gründe dafür: der hohe Anteil an Laubbäumen und die Artenvielfalt der Bäume. Die meisten Böden seien aufgrund ihrer Struktur zudem besser in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen, "da Sandböden eher selten sind."Ursache für etwa die Hälfte aller Waldbrände sei unachtsames, fahrlässiges Verhalten. Darunter fallen - und sind deshalb verboten: Rauchen, Feuer entzünden und offenes Licht. Weggeworfene Glasflaschen können durch Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas wirken und ebenfalls ein Feuer entfachen. Außerdem solle man darauf achten, wo man sein Auto parkt: Die Hitze im Katalysator kann trockenes Gras unterm Wagen entzünden. Wer ein Feuer entdeckt, soll es umgehend über die Notrufnummern (Feuerwehr: 112, Polizei: 110) oder bei den Forststellen melden. fplagrowetter.de/Agrarwetter/waldix.htmdwd.de/waldbrandBei den kreisfreien Städten im Land liegt Trier mit 43,1 Prozent Waldfläche auf Rang drei hinter Kaiserslautern (62 Prozent) und Neustadt an der Weinstraße (43,8 Prozent). Innerhalb der Region liegt der Kreis Bernkastel-Wittlich vorn: mit 50 Prozent Wald, gefolgt von Trier-Saarburg mit 47,4 Prozent und dem Landkreis Vulkaneifel mit 45 Prozent Waldfläche. Schlusslicht: der Eifelkreis Bitburg-Prüm mit 35,9 Prozent. fpl