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Tipps Sicherheit im Internet: Was private Nutzer gegen Hacker tun sollten

Cyber-Kriminalität : Das sollten private Nutzer jetzt gegen Hacker tun! - Die besten Tipps für Sicherheit im Internet

So können sich User schützen. Hier sind die wichtigsten Tipps der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zu mehr Sicherheit im Internet.

Ob Phishing-Mails, über einen Fake-Shop oder durch ein erschmuggeltes Passwort: Betrüger nutzen viele Maschen, um an Daten von Nutzern und ihr Geld zu kommen. Immerhin 80 Accounts hat im Schnitt jeder Deutsche für Programm, E-Mails und sensible Daten. „Glücklicherweise sind Verbraucherinnen und Verbraucher diesen Gefahren nicht per se hilflos ausgeliefert“, sagt Maximilian Heitkämper, Fachbereichsleiter Digitales und Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale (VZ) Rheinland-Pfalz in Mainz. Die Verbraucherschützer haben dazu einige Tipps zusammengestellt:

Passwörter und Accounts im Netz sichern

„Wenn Betrüger Zugriff auf einen Account erhalten und Sie sogar aussperren, müssen Sie schnell handeln“, rät Heitkämper. Immerhin landen durch Datenlecks bei großen Online-Unternehmen immer wieder Millionen Benutzernamen und Passwörter in die Hände von Kriminellen, an einem beliebigen Tag mehr als 1,6 Millionen Mal. Passwörter und persönliche Infos kursieren demnach in langen Listen und können von jedem im Netz gefunden werden. Wer davon betroffen ist, sollte laut der VZ dringend seine Passwörter ändern. Man kann auch beim Hasso-Plattner-Institut der Uni Potsdam prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse betroffen ist.

Ein schlechtes Passwort ist nach wie vor die häufigste Sicherheitslücke im Netz. Nutzen Sie deshalb für jeden Dienst ein eigenes Passwort, raten die Verbraucherschützer. Dann können sich Kriminelle im Falle eines Hackerangriffs nicht alle Accounts einloggen. Sichere Passwörter haben zudem mindestens zehn Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Es sollte keine Namen, Geburtsdaten oder Telefonnummern enthalten. Wählen Sie keine Zahlen- oder Buchstabenfolge. Wird das Passwort zunächst von einem Dienst übermittelt, sollten Sie es ändern.

Sicherheit beim Online-Shopping

Zudem gilt: Klicken Sie nicht auf unbekannte Links und Anhänge. Kaufen Sie im Internet nur mit der Zwei-Faktor-Authentisierung und nicht in öffentlichen WLAN-Netzwerken ein. Wer dann noch regelmäßig Updates macht und sein Antivirenprogramm aktualisiert, ist gegen den gröbsten Betrug geschützt.

Was tun bei Cybercrime-Attacken?

Was tun bei Hacker-Angriffen? Hier geben die Verbraucherschützer um Maximilian Heitkämper folgende Tipps: Legen Sie mindestens drei Kopien Ihrer Daten an. Speichern Sie diese auf zwei unterschiedlichen Medien und bewahren Sie eine Kopie auf einem externen Speicher auf. „Besonders Erpressungsversuche erfreuen sich leider steigender Beliebtheit“, sagt er. „Betrüger können in der digitalen Welt auf eine Vielzahl von Tricks zurückgreifen, um die Leute dazu zu bewegen, ihre Daten freiwillig oder über gefälschte Eingabemasken preiszugeben.“ Deshalb sollten Nutzer immer genau darauf achten, woher Nachrichten stammten. Auch wenn eine E-Mail ankomme mit „Ihr Account wurde gesperrt“, rät der Verbraucherschützer: „Lassen Sie sich nicht verunsichern!“

Ein kostenloses Webseminar der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zum Thema gibt es am 31. März anlässlich der World Back Up Days, Infos gibt es hier.

Ein zeitlich unabhängiges Webseminar zu Cybercrime gibt es auf dem YouTube Kanal der Verbraucherzentrale.