1. Nachrichten
  2. Topthemen

Achtung, Sturm! - Hier sind Verhaltenstipps für das Extrem-Wetter

Wetterwarnung : Achtung, Sturm! - Hier sind Verhaltenstipps für das Extrem-Wetter

Die Meteorologen warnen vor einem schweren Sturm in der Nacht zum Montag. Was euch erwartet und Tipps, wie ihr euch auf den Sturm vorbereiten könnt.

Dabei muss laut Wetterexperte Dominik Jung ab Sonntagabend auf den Höhen von Eifel und Hunsrück mit Orkanböen bis zu 130 Stundenkilometern gerechnet werden. Auch in den Niederungen werde es heftig.

Auf den durch die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage aufgeweichten Böden könnten Bäume entwurzelt werden, die dann Straßen und Schienen blockieren. Wetterexperte Jung hält es für wahrscheinlich, dass es deshalb am Montagmorgen vielerorts zu stärkeren Behinderungen im Berufsverkehr kommen dürfte. Wer im Freien unterwegs ist, sollte vorsichtig sein. Jung geht davon aus, dass die erst vor kurzem eröffnete Hochmoselbrücke für den LKW-Verkehr gesperrt werden wird.

Auch am Montag und Dienstag muss noch mit heftigen Böen gerechnet werden. Dazu fällt Regen – 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter. Die Flusspegel werden laut Dominik Jung dann erneut ansteigen; nach einem größeren Hochwasser sehe es aber nicht aus. Die regionalen Hilfsorganisationen wurden wegen des bevorstehenden Sturms in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Aktuelle Wetterinfos des DWD

Diese Tipps gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe:

Zur Vorbereitung auf Sturm und Unwetter sollten Sie folgende Punkte beachten:

- Sichern Sie außenstehende Mülltonnen und schließen Sie Gartenmöbel weg. Bringen Sie auch Blumentöpfe und andere bewegliche Gegenstände auf Balkonen und Dachterrassen in Sicherheit.

- Parken Sie Ihren Wagen in der Garage oder mit großem Abstand von Häusern sowie Bäumen. Je höher die gefährlichen Objekte, desto länger sollte der Abstand sein.

- Präventiv können Hausbewohner vor allem das Dach schützen, das einem Sturm viele Angriffsflächen bietet. Ziegel mit Sturmhaken sichern die Dachdeckung vor Windsog, der vor allem an den Rändern und dem Dachfirst auftritt. Auch Kaminabdeckungen, Antennen und Satellitenschüsseln sollten regelmäßig auf ihre Stabilität überprüft werden.

Verhalten bei einem Sturm:

- Während eines Sturmes sollten Sie sich nicht draußen aufhalten, sondern in festen Gebäuden Schutz suchen. Werden Sie im Freien überrascht und können kein Gebäude mehr aufsuchen, so suchen sie möglichst eine Mulde oder einen Graben auf, legen Sie sich mit dem Gesicht erdwärts und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen.

- Versuchen Sie auf Ihrem Weg in ein Gebäude einen Bogen um Wälder und Freileitungen zu machen. Bevor Sie in die Nähe eines Hauses kommen, kann ein Blick nach oben lebenswichtig sein. Denn häufig lösen sich Dachziegel und werden auf den Boden geschleudert.

- Meiden Sie ebenfalls die Nähe von Baugerüsten und baufälligen Häusern, von denen sich Gerüst- und Fassadenteile lösen könnten.

- Schließen Sie im Inneren des Gebäudes Fenster und Türen sowie Rollläden oder Fensterläden.

- Halten Sie sich von Öffnungen fern, die nicht auf diese Art zusätzlich geschützt werden können, wie z. B. Dachluken.

- Suchen Sie bei einem Wirbelsturm möglichst einen tief liegenden Raum, z. B. Keller oder einen innen liegenden Raum Ihres Wohnbereiches auf. Kraftfahrzeuge, Wohnwagen und leichte Gebäude wie Holzbauten bieten möglicherweise keinen ausreichenden Schutz.

- Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie z. B. Hallen.

Verhalten bei starken Regenschauern:

- Halten Sie Türen und Fenster geschlossen, damit keine Regenböen Wasser in den Wohnbereich drücken können, bedenken Sie evtl. vorhandene Dachluken.

- Achten Sie darauf, dass in Ihrer Wohnung kein Durchzug entstehen kann, der bei plötzlich zuschlagenden Türen oder Fenstern zu Schäden führt.

- Bedenken Sie, dass starker Wind das Regenwasser schräg durch Öffnungen eindringen lassen kann und hierdurch eventuell elektrische Geräte oder Anschlüsse gefährdet werden könnten.

- Bei sehr starken Niederschlägen könnte Wasser in die tiefer gelegenen Räume (Keller) eindringen, ggf. sollten Sie elektrische Geräte im Kellerbereich vom Netz nehmen und durch Wasser gefährdete Sachen erhöht lagern. Bei Freisetzung gefährlicher Substanzen, wie z. B. Heizöl, verständigen Sie die Feuerwehr.

- Bei starken Niederschlägen kann die Kanalisation überfordert werden und das Wasser fließt möglicherweise nur langsam ab, so dass Straßen überflutet sein können. Beachten Sie, dass dadurch Schäden in der Straßendecke oder vom Wasserdruck angehobene Kanaldeckel bedeckt sind und somit zu einer Gefahr werden können.

Verhalten bei Gewitter:

- Bei Gewittern, bei denen es zu Blitzentladungen kommt, die ein hohes elektrisches Potenzial freisetzen, treten zusätzliche Gefahren auf.

Beachten Sie hierbei:

- Blitzentladungen suchen sich einen hohen Punkt, z. B. aufragende Bäume, Masten, Antennen und dergleichen. Halten Sie sich von solchen Objekten fern.

- Werden Sie im Freien (z. B. auf einer Wiese) überrascht, machen Sie sich so klein wie möglich. Gehen Sie in die Hocke auf die Zehenspitzen mit möglichst eng aneinander stehenden Füßen oder suchen Sie Schutz in einem Gebäude.

- Verlassen Sie ihr Kraftfahrzeug nicht und berühren Sie im Inneren keine blanken Metallteile. Das Fahrzeug wirkt wie ein Farradayscher Käfig und leitet elektrische Entladungen ab, so dass Sie im Fahrzeuginnenraum geschützt sind.

- Halten Sie zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern.

- Durch die elektrische Entladung eines Blitzes kann es im Stromnetz zu Überspannungen kommen. Sofern Ihre Sicherungen keinen ausreichenden Überspannschutz haben, können Sie elektrische Geräte durch Stromleisten mit integriertem oder zwischengeschaltetem Überspannungsschutz gegen Überlastung schützen.

- Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Blitzschutzanlage Ihres Hauses, da der Blitzschlag über das Stromnetz für Überspannung sorgen kann. Ggf. nehmen Sie empfindliche elektrische Geräte, wie Fernseher oder Computer, vom Netz.

- Ein Blitzeinschlag in das Mauerwerk eines Gebäudes kann dieses erheblich beschädigen. Feuchtigkeit in einer Mauer wird durch den Blitzschlag eventuell verdampft. Es entsteht extremer Druck, der zu Rissen und Brüchen führen kann, welche die Tragfähigkeit erheblich beeinflussen können.