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Corona-Pandemie: Drei Nachbarländer melden Rekord bei Neuinfektionen

Corona-Pandemie : Drei Nachbarländer melden Rekord bei Covid-19-Neuinfektionen

In drei Nachbarländern Deutschlands spitzt sich die Corona-Situation weiter besorgniserregend zu.

In Frankreich, Polen und Dänemark sind am Wochenende neue Höchstwerte bei den Covid-19-Neuinfektionen gemeldet worden.

Corona-Lage in Frankreich besorgniserregend

Innerhalb von 48 Stunden sind in Frankreich 26 713 neue Covid-19-Fälle registriert worden, wie die Gesundheitsbehörde „Santé Publique France“ mitteilte. Die französischen Gesundheitsbehörden meldeten am Freitag und Samstag jeweils einen neuen Höchstwert: 13 215 und 13 498 Covid-19-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Unter Deutschlands Nachbarländern ist derzeit besonders Frankreich stark betroffen. Laut der „Santé Publique France“ waren zuletzt 5,6 Prozent der Corona-Tests positiv. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 442 194 Menschen in Frankreich nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 19.9., 14.00 Uhr).

Mit 31 274 Todesopfern ist Frankreich eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Innerhalb von 48 Stunden verstarben in Frankreich an dem Coronavirus 149 Menschen. Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen wie im Frühjahr plant die Bundesregierung momentan aber nicht.

Zuletzt wurden in Frankreich sieben Départements neu in „rote Zonen“ eingeteilt (wir berichteten). Dazu zählen: Corse-du-Sud, Haute-Corse, Côte-d'Or, Nord, Bas-Rhin und Seine-Maritime und die Insel Réunion.

Polen verzeichnet Höchstwert bei nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen

Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden 1002 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der Schwerpunkt der nachgewiesenen Neuinfektionen lag mit 149 Fällen in Kleinpolen im Süden des Landes, aber auch die Region um Lublin im Osten (122) und Pommern (96) waren stark betroffen. Der bisherige Rekordwert wurde am 21. August erfasst, er betrug 903 Neuinfektionen.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, es gebe keine großen lokalen Epidemieherde. „Die Werte, die wir jetzt sehen, sind ein Ergebnis davon, dass die Menschen zum normalen Alltagsleben und zur Arbeit zurückgekehrt sind. Es geht um das, was wir auch auf den Straßen sehen: mehr Menschen, mehr Kontakte.“

In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 78 330 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 2282 Menschen starben demnach in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Höchster Tageswert an Corona-Neuinfektionen in Dänemark

Auch Dänemark hat den höchsten Tageswert an Corona-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie registriert. Wie am Samstag aus Zahlen des dänischen Gesundheitsinstituts SSI hervorging, wurden seit dem Vortag 589 neue Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt - das ist der höchste Tageswert, seit das Virus Ende Februar erstmals im nördlichsten deutschen Nachbarland nachgewiesen worden war. Die heutigen Zahlen lassen sich allerdings nur schwer mit denjenigen der ersten Hochphase der Corona-Krise im Frühjahr vergleichen, weil in Dänemark wie in zahlreichen anderen Ländern heute viel mehr auf Corona getestet wird.

Dennoch sind die dänischen Behörden und die Regierung in Kopenhagen besorgt über den Anstieg der vergangenen Wochen, der vor allem mit einigen lokalen Ausbrüchen zusammenhängt. Zuletzt sind die Fallzahlen vor allem in der Hauptstadtregion angestiegen. Die Regierung versucht gegenzusteuern, indem seit Samstag für ganz Dänemark eine Reihe von Beschränkungen gelten: Unter anderem müssen Restaurants und Kneipen landesweit nun bereits um 22.00 Uhr schließen, in den Lokalen muss zudem ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die maximale Teilnehmerzahl von Versammlungen wurde wieder auf 50 herabgesetzt.

Insgesamt sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie rund 22 000 Corona-Fälle in Dänemark bestätigt worden, 635 infizierte Personen starben bislang. Mehr als 2,15 Millionen Menschen sind im Land bisher auf das Virus getestet worden.