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Corona-Verdachtsfall in Trier

Gesundheit : Corona-Verdachtsfälle in Trier

Trierer Krankenhäuser bestätigen auf Nachfrage weitere Verdachtsfälle der Viruserkrankung in Trier.

In Trier besteht bei einer Familie aus Italien der Verdacht auf eine Corona-Infektion. Das bestätigte der ärztliche Geschäftsführer der Klinik, Christian Sprenger.

Die Familie ist heute Mittag mit mehreren Krankenwagen zum Mutterhaus gebracht worden. Vor der Notaufnahme der Klinik haben mehrere Mitarbeiter des Krankenhauses mit Mundschutz und Schutzkitteln auf die Rettungswagen gewartet.

Nachdem bei der Familie ein Abstrich gemacht worden ist, befindet sie sich nach unseren Informationen jetzt wieder zu Hause. Mit dem Ergebnis der Tests wird frühestens am Montag gerechnet.

Im Trierer Brüderkrankenhaus befindet sich seit Freitag ein Patient, bei dem der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht. Auch hierbei handelt es sich um einen Italien-Rückkehrer.

Der Verdacht einer Corona-Infektion hat sich nicht bestätigt. Das teilte eine Sprecherin der Klinik am Abend mit.

Corona-Verdachtsfall in Trier
Foto: Bernd Wientjes

Laut eines Sprechers der Stadt Trier haben sich bislang keine der bisherigen Corona-Verdachtsfälle in Trier bestätigt. Diese wurden vom Gesundheitsamt und dem Robert-Koch-Institut geprüft. Zumeist habe es sich um Grippe-Infektionen gehandelt.

So schrieb die Stadt in einer Pressemitteilung:

„Drei weitere Fälle mit grippeähnlichen Symptomen wurden aus einer Trierer Gemeinschaftseinrichtung gemeldet und direkt beim Gesundheitsamt untersucht. Bei einem konnte in einem Schnelltest eine Virusgrippe nachgewiesen werden. Keiner der Betroffenen hatte eine Verbindung zu einem aktuell vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebiet. Daher geht das Gesundheitsamt hier nicht von einer Coronavirusinfektion aus.

Allein von Freitag auf Samstag sind über 20 bestätigte Influzena-Meldungen beim Gesundheitsamt eingegangen. Das Gesundheitsamt des Kreises Trier-Saarburg empfiehlt, auch wegen der Übertragungsgefahr bei der Grippe auf Hygiene-Maßnahmen wie Händewaschen insbesondere bei der Nahrungszubereitung zu achten und die übliche „Hustenetikette“ einzuhalten. Bei fieberhaften, grippeähnlichen Erkrankungen, bei denen ärztliche Hilfe nötig ist, sollte vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt mit den Praxen oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst aufgenommen werden.“

Wer mit dem Verdacht auf eine Corona-Infektion zum ärztliche Bereitschaftsdienst im Mutterhaus kommt, wird bereits am Eingang darauf verwiesen, sich direkt an die Notaufnahme des Krankenhauses zu wenden.

In Rheinland-Pfalz sind derzeit in der Westpfalz-Klinik in Kaiserslautern 17 Menschen in Quarantäne. Die Ergebnisse der Tests liegen noch nicht alle vor, 14 wurden jedoch negativ getestet. Für alle Betroffenen besteht allerdings weiterhin häusliche Quarantäne.

Über acht weitere Menschen, die nach Kontakt mit dem Infizierten in Quarantäne müssen, sei bisher nichts bekannt. Auch von ihnen seien Abstriche an das Landesuntersuchungsamt Koblenz geschickt worden, wie der SWR schreibt.

Die Plattform Ludwigshafen24 schreibt in ihrem Live-Ticker, dass es dem Mann, der seit dem 26. Februar nach einem postiven Test behandelt wird, gesundheitlich gut gehe und nur leichte Beschwerden zeige. Dennoch bleibe der Patient für die nächsten 14 Tage in Quarantäne.