Eine sinnvolle Idee ist mehr wert, als eine ausgefallene

Kommentar zum Gründerinnen-Preis : Eine sinnvolle Idee ist mehr wert, als eine ausgefallene

Die Idee von Enise Lauterbach ist zwar nicht revolutionär, aber sie trifft einen Punkt, an dem in Deutschland etwas passieren muss.

Sie setzt dabei auf eine bereits vorhandene Technologie auf und sagt selbst, dass sie „das Rad nicht neu erfinden muss“. Denn es gebe ja schon Messenger. Und genau das ist es, was eine Idee wie diese ausmacht: Ein Problem erkennen, und eine bereits teilweise vorhandene Technik nutzen, um es zu bewältigen.

Es muss nicht immer die verrückte Innovation sein. Eine sinnvolle Idee ist mehr wert, als eine ausgefallene, die ohne Mehrwert für den Menschen viel Geld einbringt. In die Riege dieser sehr guten Ideen reihen sich auch die beiden anderen Preisträgerinnen ein.

Auch Jessica Thijs’ Idee des Unverpackt-Busses ist keine Revolution. Busse gab es schon vorher, Lebensmittel auch. Problem erkannt – bereits vorhandene Technik genutzt. Auch Annemie Munzel erfindet das Rad nicht neu. Kaffeekränzchen & Co. gab es schon immer, doch viele Menschen sind alleine – diese bringt sie zusammen. Problem erkannt – vorhandene Technik genutzt.

Dass jemand gewinnen muss, ist klar. Doch alle drei hätten den Sieg verdient gehabt. Lauterbach für ihren Mut, Thijs für ihr Klima-Engagement und Munzel dafür, dass sie zeigt, dass das Alter nur eine Zahl ist.

c.thome@volksfreund.de

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