Entscheidung gefallen: Dehoga-Chef Haumann darf bis 2029 im Amt bleiben

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Der Präsident des rheinland-pfälzischen Gastroverbands Dehoga, Gereon Haumann, darf bis 2029 im Amt bleiben. Das hat am Donnerstag das Bad Kreuznacher Landgericht entschieden. Das Gericht weis die Klage mehrerer Gastronomen und Hoteliers ab, die gegen die vorzeitige Amtszeitverlängerung geklagt hatten.

Die Vorsitzende Richterin hatte bereits während der Verhandlung im Oktober ziemlich deutlich zu erkennen gegeben, dass die frühzeitige Amtszeitverlängerung Haumanns in Ordnung gewesen sein könne.

Der gebürtige Kölner Gereon Haumann steht seit zehn Jahren an der Spitze des Dehoga-Landesverbands. Im August vergangenen Jahres wurde der Hotelier auf einem Delegiertentag für zusätzliche acht Jahre im Amt bestätigt, obwohl Haumanns Vertrag damals noch drei Jahre lief.

Das sei weder satzungsgemäß noch gerechtfertigt, kritisierten seinerzeit die Chefs von 20 Mitgliedsbetrieben, darunter etliche namhafte Hotels aus der Region Trier. Sie reichten Klage ein mit dem Ziel, dass die vorzeitige Amtszeitverlängerung des 53-jährigen Präsidenten bis zum Jahr 2029 für nichtig erklärt wird.

Für einen der Kläger, den Traben-Trarbacher Hotelier Matthias Ganter, hatte der Streit um die vorzeitige Amtszeitverlängerung ein böses Nachspiel. Ihm wurde von den Dehoga-Verantwortlichen „verbandsschädigendes und unehrenhaftes Verhalten“ vorgeworfen und unterstellt, „bewusst wahrheitswidrige Behauptungen“ über die großzügigen Honorare Haumanns aufgestellt und an die Medien weitergeleitet zu haben.

Im Mai wurde Matthias Ganter nach 27-jähriger Mitgliedschaft aus dem Verband ausgeschlossen. Auch diese Sache beschäftigt inzwischen die Justiz. Ganter hat gegen seinen Ausschluss Klage eingereicht. Um diesen Rauswurf ging es in der Verhandlung am Bad Kreuznacher Landgericht aber nicht. Hier war nur die vorzeitige Amtszeitverlängerung ein Thema.

Ob die Kläger gegen das Urteil Berufung einlegen, ist noch offen.