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Erster Coronavirus-Fall in Trier

Gesundheit : Erster Coronavirus-Fall in Trier - Pressekonferenz am Nachmittag

In Trier gibt es einen ersten Fall einer bestätigten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus, auch SARS-CoV-2 genannt.

Der betroffenen Person geht es nach ersten Erkenntnissen gut. Dennoch laufen natürlich derzeit die für einen solchen Fall vorgesehenen behördlichen Ermittlungen und Maßnahmen.

<aside class="park-embed-html"> <div id="fb-root"></div> <script async="1" defer="1" crossorigin="anonymous" src="https://connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v10.0" nonce="gJ9mhZxV"></script><div class="fb-video" data-href="https://www.facebook.com/Volksfreund/videos/3334840156544011/?v=3334840156544011%C2%ACif_id%3D1584021547428423%C2%ACif_t%3Dlive_video_explicit"><blockquote cite="https://www.facebook.com/Volksfreund/videos/3334840156544011/" class="fb-xfbml-parse-ignore"><a href="https://www.facebook.com/Volksfreund/videos/3334840156544011/"></a><p>Erster Corona-Fall in Trier: Live von der Pressekonferenz im Trierer Gesundheitsamt</p>Posted by <a href="https://www.facebook.com/101893453738">volksfreund.de</a> on Thursday, March 12, 2020</blockquote></div> </aside>
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Über Details wird der Leiter des Gesundheitsamtes Trier-Saarburg, Dr. Harald Michels, gemeinsam mit OB Wolfram Leibe und Ordnungsdezernent Thomas Schmitt in einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag, 12. März, um 15 Uhr informieren.

Das Virus ist damit in Trier, der einzigen Großstadt der Region, ein paar Tage später angekommen als in den Landkreisen Vulkaneifel sowie Bernkastel-Wittlich. Dort gehen die Gesundheitsämter jeweils von drei Infizierten aus.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm wurde am vergangenen Wochenende der erste Fall einer Infektion registriert. Dort befindet sich ein Patient seit Samstag, 7. März, in häuslicher Quarantäne. Im Landkreis Trier-Saarburg wurde bisher noch keine Infektion gemeldet.

Die Kliniken und Arztpraxen in der Region sollen laut Gesundheitsamt vermeiden, dass ein Corona-Infizierter ins Haus kommt. Das Trierer Mutterhaus informiert zum Beispiel an den Eingängen über das empfohlene Vorgehen, sollte der Verdacht auf eine Infektion bestehen.

Die Symptome sind Fieber, Husten und Schnupfen. Patienten sollten sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden oder unter der Telefonnummer 116117 beim ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen.

In Trier geht es dann folgendermaßen weiter: Der Bereitschaftsdienst sendet eine Überweisung an das Labor Synlab, Feldstraße 26. Dort sollen sich die Patienten unter 0651/9771802 vorher anmelden. Von Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr, entnimmt in der Tiefgarage des Labors ein Spezialteam bei entsprechender Überweisung den Abstrich.

Das Testergebnis liegt in der Regel innerhalb von 24 Stunden vor und werde an Ihren Hausarzt übermittelt, heißt es. Bei positivem Ergebnis erfolgt eine Meldung an das Gesundheitsamt.

Wer nicht in der Lage ist, in das Labor nach Trier zu fahren, kann unter 116 117 auch ein mobiles Ärzteteam anfordern, das in Wittlich stationiert ist. Es kommt bei begründeten Verdachtsfällen zu Patienten, die nicht selbst fahren können, nach Hause.

Auch im Kreis Trier-Saarburg sind die Hausärzte angewiesen worden, Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion an das Labor in Trier zu verweisen, damit sie sich dort testen lassen können. Die Krankenhäuser im Kreis ergreifen aber zusätzlich spezielle Vorsichtsmaßnahmen, falls vor ihren Türen Menschen mit Symptomen auftauchen sollten. Thomas Edlinger vom St.-Josef-Krankenhaus in Hermeskeil sagt auf TV-Nachfrage: „Wir würden die Leute dann am Eingang abfangen und danach befragen, welche Symptome sie haben, ob sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder in einem der bekannten Risikogebiete waren.“ Gegebenfalls werde bereits am Eingang ein Mund- und Nasenschutz ausgehändigt. Im Anschluss würden die Personen in die Fieberambulanz geleitet und dort weiter untersucht. Sollte sich der Verdacht auf eine Infektion erhärten, werde das weitere Vorgehen mit dem Gesundheitsamt in Trier abgestimmt. Bislang habe es an der Klinik in Hermeskeil aber noch keinen solchen Fall gegeben.

Heribert Frieling, Sprecher der Marienhaus-Gruppe, die Träger des St. Josef-Krankenhauses ist, betont: „Es ist wichtig, dass die Menschen nicht reflexartig ins Krankenhaus oder in die Arztpraxen laufen.“ Sie müssten sich in jedem Fall zunächst telefonisch beraten lassen, um dann nach Vorankündigung entsprechend in Empfang genommen zu werden.