Fußball: Jonas Amberg lässt bei Oberligist Eintracht Trier aufhorchen

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Oberliga : Jonas Amberg: Im Eiltempo aus der A-Klasse zu Eintracht Trier (mit Video)

Der 24-Jährige, seit Bambinitagen für die FSG Ehrang/Pfalzel am Ball, überzeugte im Probetraining beim SVE. Trotz des Drei-Klassen-Sprungs nach oben kommt er überraschend schnell zu Einsatzzeiten.

Ereignisreich, spannend, anstrengend: Über zu wenig Action in seinem Leben konnte sich Jonas Amberg in den vergangenen Wochen wahrlich nicht beklagen. Da waren zum einen insgesamt vier Klausuren in seinem Wirtschaftsinformatik-Studium an der Uni Trier. Und da ist das Abenteuer Eintracht Trier, das für den 24-Jährigen begonnen hat.

Der Offensivspieler überzeugte im Probetraining – und bekam prompt einen Vertrag bis 2020. Im Eiltempo ging’s für den „Trierer Jungen“, der seit dem sechsten Lebensjahr ausschließlich bei der FSG Ehrang/Pfalzel aktiv war, aus der A-Klasse in die Oberliga. Ein Sprung über drei Spielklassen hinweg.

Bisherige Höhepunkte: Sein Startelfdebüt im Heimspiel gegen Eisbachtal – und die Einwechslung in der hitzigen Begegnung in Worms. „Ich war nervös und aufgeregt. Aber das hat sich dann im Spiel gelegt“, berichtet Amberg. Für ihn wird ein Traum wahr. „Während der Zweitliga-Zeit zwischen 2002 und 2005 haben mein Vater und ich uns viele Eintracht-Spiele angeschaut. Auch zuletzt zu Regionalliga-Zeiten war ich oft dabei, zu Hause auf der Tribüne zwischen der Ostkurve und Gegengerade, aber auch auswärts. Es ist schon ein komisches Gefühl, jetzt im Moselstadion mit Leuten abzuklatschen, mit denen ich mir bislang die Spiele angeschaut habe“, sagt Amberg.

Papa Frank – Trainer beim B-Ligisten SV Bekond, wo auch Jonas’ Bruder Nils spielt – ist ein wichtiger Ratgeber. „Er äußert Kritik, mit der ich arbeiten kann“, sagt Sohn Jonas.

Foto: Hans Krämer. Foto: Hans Krämer/Hans KrŠmer

Sein Vater hat ihn zum Fußball gelotst. Von der F- bis zur B-Jugend war er sein Trainer. Jonas Amberg: „Zumeist verlief das harmonisch. Aber als Teenager habe ich mich schon mal ab und zu aufgelehnt.“

Bei der Eintracht versucht Amberg junior von der Erfahrung der Trainer und des Routiniers Milad Salem zu profitieren.

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Bei der FSG Ehrang/Pfalzel hatte sich Amberg, der nach dem Abitur 2015 am Trierer Wirtschaftsgymnasium eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Trierer Hase Kaminofenbau GmbH abgeschlossen hat, mehr und mehr zum Torjäger entwickelt. „In der Jugend habe ich mich mehr als Vorbereiter gesehen. Das hat sich dann mit der Zeit gewandelt“, sagt Amberg, der seinem Heimatclub weiterhin treu bleiben will: „Ich versuche, bei möglichst vielen Spielen als Zuschauer dabei zu sein.“

Foto: TV-Archiv/Josef Tietzen. Foto: tietzen josef

Bei der FSG agierte Amberg als ,Zehner’ im Mittelfeld, Eintracht-Trainer Josef Cinar setzt ihn bislang vor allem als Flügelspieler ein. „Das passt ganz gut“, sagt Lukas-Podolski-Fan Amberg, der vor allem noch an der Technik mit seinem linken Fuß arbeiten will.

Früher war er übrigens Fan von Bayer Leverkusen. Das aber hat sich inzwischen gelegt. Dafür brennt er nun mehr denn je für Eintracht Trier.

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