Kommentar: Anhörung des Bistums Trier zur Strukturreform

Kostenpflichtiger Inhalt: Zur Strukturreform-Anhörung des Bistums Trier : Kommentar: Alles nur für die Katz?

Es war absehbar, dass Bischof Stephan Ackermann und seine rechte Hand, Generalvikar Ulrich von Plettenberg, bei der Anhörung nicht mit Lobeshymnen überschüttet werden.

Die Hauptkritikpunkte sind lange bekannt, der Frust, der bei vielen Gläubigen, Priestern und Beschäftigten resultiert, wurde häufig artikuliert. Dass das Bistum damit offen umgeht, indem etwa die Ergebnisse der Anhörung veröffentlicht werden, spricht für die Reformverantwortlichen, die Offenheit und Transparenz versprochen haben.

So weit, so gut. Doch die Konsequenzen, die aus einem überwiegend negativen Votum gezogen werden, sind kaum der Rede wert. Da wird an ein paar Schräubchen  gedreht, doch an den wesentlichen Inhalten der geplanten Reform soll sich nichts ändern. Da stellt sich unweigerlich die Frage, ob nicht die ganze Anhörung eigentlich für die Katz war.

Ob das auch für die ehrgeizige Reform des Bischofs gilt, wird man erst wissen, wenn die ersten Großpfarreien Anfang nächsten Jahres an den Start gehen und eine Zeitlang laufen. Kann ja sein, dass das christliche Leben in den neuen Strukturen tatsächlich eine Renaissance erfährt, wie die Verantwortlichen dies erhoffen.

Und wenn nicht?

r.seydewitz@volksfreund.de

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