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Neue Verordnung: Saarland verbietet Großveranstaltungen wegen Corona

Regierungsbeschluss : Saarland verbietet Großveranstaltungen wegen Corona

Das Saarland verbietet wegen des Coronavirus vorerst Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen. Die Landesregierung hat am Mittwoch eine allgemeine Verfügung beschlossen.

Bisher entschieden die Gemeinden als Ortspolizeibehörden mit den Gesundheitsämtern der Landkreise, ob eine Veranstaltung abgesagt wird. Nun soll es ein landesweites Verbot solcher Events geben, um das Coronavirus einzudämmen.

„Die Landesregierung hat mein Haus nun beauftragt, eine Anweisung an die zuständigen Behörden zu veranlassen, in der die Regelung über die Absage von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern getroffen wird“, sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Mittwochorgen in einer Regierungserklärung im Landtag. Nach SZ-Informationen handelt es sich um eine allgemeine Verfügung, die ab Mittwoch um 18 Uhr gelten soll – bis auf weiteres.

Auch andere Bundesländer wie Bayern und Nordrhein-Westfalen untersagen Veranstaltungen mit über 1000 Menschen, andere planen es. In Saarbrücken hatte der Ministerrat am Dienstag zunächst empfohlen, solche Events nicht mehr stattfinden zu lassen. Damit folgte das Kabinett von Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) einem Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der saarländische Regierungssprecher Alexander Zeyer kündigte an, man werde im „Geleitzug“ mit anderen Ländern eine allgemeine Verfügung prüfen.

In den vergangenen Tagen waren im Saarland bereits etliche Veranstaltungen abgesagt worden, während Shows und Konzerte in der Saarbrücker Saarlandhalle weiterhin auf dem Programm standen.