„Sie hatte keine Chance“ Mord in Trierer Hotel: Lebenslange Haftstrafe für Angeklagten

Update | Trier · Sieben Verhandlungstage lang schwieg der Angeklagte eisern vor Gericht. Kurz vor der Urteilsverkündung ergriff der wegen heimtückischen Mordes angeklagte Ukrainer dann doch noch das Wort: „Ich habe das nicht getan.“ Die Worte beeindruckten das Gericht nicht.

Ein Justizbediensteter nimmt dem Angeklagten im Gerichtssaal die Handschellen ab. Links im Bild sein Verteidiger Philipp Janson.

Ein Justizbediensteter nimmt dem Angeklagten im Gerichtssaal die Handschellen ab. Links im Bild sein Verteidiger Philipp Janson.

Foto: TV/Rolf Seydewitz

„Ich habe das nicht getan, ich habe ein gutes Gewissen“, sagte der 35- Jährige. Er bedauere sehr, „dass Irina nicht mehr unter den Lebenden ist“. Die sogenannten letzten Worte des Angeklagten beeindruckten das Gericht nicht. Eine knappe Stunde später verurteilte die fünfköpfige Kammer unter der Vorsitzenden Richterin Petra Schmitz den gelernten Maschinenbauer wegen Mordes zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe. Nach sieben Verhandlungstagen sah es die Kammer als erwiesen an, dass der Angeklagte im März in einem Trierer Hotel seine langjährige Freundin erdrosselt hat. Heimtückisch, denn die ebenfalls aus der Ukraine stammende Frau habe nicht mit einem Angriff gerechnet, sagte die Vorsitzende Richterin in ihrer Urteilsbegründung. Ähnlich hatte zuvor auch Oberstaatsanwalt Eric Samel argumentiert.