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Über 80-Jährige: Corona-Impfung bei Hausbesuch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Coronavirus : Rheinland-Pfalz impft bei Hausbesuch – auch Baden-Württemberg will starten

Baden-Württemberg will mit dem Einsatz mobiler Impfteams für den Hausbesuch starten. In Rheinland-Pfalz läuft dieses Pilotprojekt seit 1. März in vier Praxen im Land. Doch das soll nur der Anfang sein.

Wie auch Rheinland-Pfalz, will das baden-württembergische Sozialministerium mobile Impfteams in die Kommunen schicken, um in der Mobilität eingeschränkte Menschen über 80 Jahre dort vor Ort gegen Corona impfen zu lassen. Das teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Dieses Angebot sei eine Ergänzung zur etablierten Struktur der Impfzentren, so das Ministerium mit Sitz in Stuttgart weiter. In den kommenden Tagen werden demnach verschieden Kommunen erste Pilotprojekte umsetzen. Das Ziel: Durch die Impfung vor Ort sollen sich die Wege zur Impfung für die Bürger deutlich verkürzen.

Auch Rheinland-Pfalz ist bereits mit dem Einsatz solcher mobiler Impfteams gestartet. So impft unter anderem die Bitburger Ärztin Heidi Weber ältere Menschen per Hausbesuch. Weber hat beispielsweise am Montag 18 ihrer über 80-jährigen bettlägerigen Patienten die Impfdosis per Hausbesuch gespritzt. Diese Pilotphase startete in Rheinland-Pfalz am 1. März.

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing Lichtenthäler sagte zum Start des Projektes: „Am 1. März starten wir zunächst eine Pilotphase in vier Pilotpraxen im Land und sind zuversichtlich, dass wir dann auch zeitnah landesweit starten können“, so die Ministerin. „Soweit uns bekannt ist, sind wir das erste Bundesland, das die Möglichkeit einer Impfung in der eigenen Häuslichkeit schafft. Ich danke besonders der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Hausärzteverband, mit denen wir in vielen guten Gesprächen diese Möglichkeit gemeinsam entwickeln konnten.“

Nach dem Start wird durch vier Pilotpraxen im Land geipmpft. Diese befinden sich in Bitburg, Wendelsheim (Rheinhessen), Mayen und Münchweiler an der Rodalb (Pfalz).

Barbara Römer, Vorsitzende des Hausärzteverbandes, kündigt an: „Circa 50.000 Hausarztpraxen stehen in Deutschland bereit, einen ganz essenziellen Beitrag zu leisten für die Durchimpfung der Bevölkerung.“ Dieses Impfangebot werde sehnlichst erwartet und solle als Initialzündung dienen für eine später folgende flächendeckende Impfung mobiler Patienten in Praxen.

(mit dpa)