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Unternehmen der Region warnen vor Verboten

Schwerpunkt: Klima : Unternehmen der Region warnen vor Verboten

() Die Politik sei gefordert, wirksame Anreize zu schaffen statt in Verboten zu denken, sagt Kevin Gläser. Er ist Umweltreferent der Trierer Industrie- und Handelskammer (IHK). „Verbote können sich nachteilig auf die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen auswirken, insbesondere, wenn sie grenzüberschreitend agieren“, so Gläsner.

Die Bundesregierung will heute ihr Klimapaket vorstellen. Es wird damit gerechnet, dass es eine CO2-Abgabe geben wird. Deutsche Unternehmen seien bereits heute vorbildlich in Sachen Umweltschutz, sagt IHK-Experte Gläser. Trotzdem müssten die Betriebe in Zukunft das Klima noch stärker schützen und „dabei ökonomisch effizient wirtschaften“. Dafür müssten aber politische Klimaschutzziele mit wirtschaftlichen Erfordernissen in Einklang gebracht werden.

Bei der Bitburger Brauerei hat man das nach Unternehmensangaben bereits geschafft.

Klimaschutz spiele schon seit Jahren eine zentrale Rolle, sagt Jan Niewodniczanski, Geschäftsführer Technik und Umwelt der Bitburger Braugruppe. „Wir arbeiten kontinuierlich an unserem freiwillig auferlegten Ziel, alle unsere Brauereien bis Ende 2020 klimaneutral zu stellen.“ Der Fokus liege auf der Vermeidung und Verminderung des CO2-Ausstoßes sowie die Nutzung von Ökostrom. „Nur die wirklich unvermeidlichen Emissionen gleichen wir durch freiwillige Kompensationsprojekte aus.“ Partner dabei sei die Stiftung Plant-for-the-Planet. Schüler engagieren sich dabei für den Klimaschutz durch das Pflanzen von Bäumen. Außerdem unterstütze die Brauerei die Klimaschutzaktivistin Camilla Kranzusch, die von Berlin nach Marokko wandert. Am 24. September, 9 Uhr, komme sie nach Bitburg in die Brauerei, um dort über ihre Wanderung und ihren Einsatz für den Klimaschutz zu diskutieren.