Auszeichnung Die besten Winzer der Region

Trier · Neben der Ehrung für Günther Jauch als „Winzer des Jahres“ sind viele regionale Weingüter im Vinum Weinguide nun höher gestuft. Die Ergebnisse.

Winzer des Jahres: Günther Jauch.

Winzer des Jahres: Günther Jauch.

Foto: IMAGO/Hoffmann/IMAGO/Martin Hoffmann

() Betriebe und Weine aus dem Weinanbaugebiet Mosel haben im Vinum Weinguide Deutschland 2023 ihre Spitzenposition behauptet. Die höchste Auszeichnung des Weinführers, der die „1.000 besten Weingüter Deutschlands“ aufführt, geht an Günther Jauch als Inhaber des Weingutes von Othegraven in Kanzem an der Saar mit dem Titel „Winzer des Jahres“. Der Betrieb erhielt eine Gesamtwertung von 4,5 von 5 Sternen und kam in die zweithöchste Gruppe der Spitzenbetriebe (der TV berichtete).

Günther Jauch und seiner Frau Thea nahmen die Ehrung in Mainz gemeinsam mit Grit Schedlinski, der Geschäftsführerin des Weingutes, entgegen. Der Fernsehmoderator betonte, dass die Ehrung dem gesamten Team des Weingutes gelte, er sehe sich selbst nicht als Winzer.

Jauchs Weingut stellt im Vinum-Weinführer in zwei Kategorien die Siegerweine und erhielt für weitere Weine hohe Wertungen. Mit Weinen des Jahrgangs 2021 aus der Lage Kanzemer Altenberg erreichte von Othegraven die Plätze 1 und 3 in der Kategorie Riesling Kabinett 2021, die Plätze 1 und 5 in der Kategorie Riesling Spätlese 2021 sowie den Platz 2 für die Riesling Auslese 2021.

Viel Lob gab es generell für die 2021er Weine aus dem Moselgebiet. Über Spitzenplatzierungen freuten sich auch Sofia und Christina Thanisch aus Bernkastel-Kues. Neben dem zweiten Platz in der Kategorie 2021er Kabinett und dem vierten Platz in der Kategorie 2021er Spätlese zeigten sie mit einer 2012er Bernkasteler Doctor Spätlese ihres Weingutes Wwe. Dr. H. Thanisch – Erben Thanisch wie herausragend Steillagenriesling von der Mosel reifen kann. Der Wein kam als „Riesling Spätlese 10 Jahre danach“ auf den ersten Platz. Auch die Plätze 2 und 3 gingen an Betriebe der Region, an die Weingüter Zilliken in Saarburg und Fritz Haag in Brauneberg. Beide Betriebe platzierten zudem noch eine weitere 2012er Spätlese unter den besten zehn Weinen in dieser Wertung, in der sich auch die Weingüter Selbach-Oster in Zeltingen-Rachtig und Franz-Josef Eifel in Trittenheim finden.

Die Kategorie Kabinett 2021 wurde – wie in den Vorjahren – von Weinen aus dem Anbaugebiet Mosel dominiert. Die Plätze 1 bis 9 gingen komplett an Mosel, Saar und Ruwer. Neben von Othegraven und Erben Thanisch finden sich Weine von Joh. Jos. Prüm in Wehlen, Weiser-Künstler in Traben-Trarbach, Ludes in Thörnich, Clemens Busch in Pünderich und zweimal Hofgut Falkenstein in Niedermennig unter den Top 10.

Ähnlich dominant zeigte sich die Mosel in der Kategorie Riesling Spätlese 2021, in der ebenfalls neun der zehn besten Weine aus dem Gebiet kommen: Das Weingut Willi Schaefer aus Graach platzierte sich auf Platz 2 und 9. Weitere Spitzenplätze stellen auch hier Hofgut Falkenstein, Ansgar Clüsserath aus Trittenheim, Ludes und Joh. Jos. Prüm. Bei den 2021er Auslesen schafften es neben acht Moselweinen auch zwei Rheingau-Gewächse unter die besten zehn. Grans-Fassian aus Leiwen erreichte Platz 3, gefolgt von Weinen der Güter Fritz Haag, Willi Schaefer, Joh. Jos. Prüm und Schloss Lieser.

Wolfgang Mertes aus Waldrach stellt mit seinem 2021er Riesling Alte Reben trocken aus der Lage Waldracher Meisenberg den besten „Weißwein trocken Deutschlands in der Preisklasse bis 10 Euro“. Helmut Plunien mit seinem Weingut Vols in Ayl an der Saar erreichte mit dem 2021er Riesling „Rau“ den vierten Rang. Bei den besten Literweinen des Jahrgangs 2021 vergaben die Tester Platz 2 an den 2021er Riesling feinherb vom Weingut Später-Veit in Piesport. Wolfgang Mertes kam in dieser Kategorie mit seinem Waldracher Riesling trocken auf Rang 10. Unter den besten trockenen Rotweinen Deutschlands unter 15 Euro findet sich ein Pinot noir trocken des Weingutes Günther Steinmetz aus Brauneberg.

Bei den Wertungen innerhalb der Mosel-Region sehen die Vinum-Juroren das Weingut Franz-Josef Eifel in Trittenheim als „Winzer des Jahres“, dessen Weine im Weinguide mit 90 bis 96 von 100 möglichen Punkten bewertet wurden. Die Bischöflichen Weingüter Trier sind dank Bewertungen von 89 bis 93 Punkten für ihren 2021er Jahrgang „Aufsteiger des Jahres“ im Gebiet. Als „Entdeckung des Jahres“ in der Region sieht der Weinführer das Weingut Lorenz in Detzem. Tobias Lorenz erhielt für seine Weine Noten zwischen 86 und 94 Punkten.

Im Weinführer des schweizerischen Vinum-Verlages werden 160 Erzeuger aus dem Weinanbaugebiet Mosel vorgestellt. Unter den besten 100 deutschen Weingütern sind 30 aus dem Anbaugebiet Mosel. Die höchste Betriebswertung „Weltklasse“ mit fünf Sternen tragen vier Mosel-Weingüter: Clemens Busch, Hofgut Falkenstein, Schloss Lieser und Joh. Jos. Prüm. Zur „Deutschen Spitze“ zählen 26 Betriebe der Region, die mit 4,5 Sternen (14 Betriebe) oder vier Sternen (zwölf Betriebe) bewertet sind. Zur Gruppe der Spitzenbetriebe gehören 17 Weingüter mit 3,5 Sternen, 25 mit 3 Sternen und weitere 36 mit 2,5 und 2 Sternen.

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