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Wie können die Stoßzeiten in den Bussen vermieden werden?

Gesundheit : Unterschiedliche Schulzeiten? So einfach ist es nicht

Die Schule soll zu unterschiedlichen Zeiten beginnen, um so zu verhindern, dass die Busse und Bahnen morgens zu voll sind. Diesen Vorschlag hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) gemacht.

So soll das mögliche Infektionsrisiko im Nahverkehr verringert werden. Als Schulaufsicht unterstütze man „jede Maßnahme, die dazu beiträgt die derzeitige Pandemiesituation besser zu bewältigen“, heißt es dazu aus der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier. In vielen Regionen sei die Entzerrung der Schulanfangszeiten überprüft worden und an einigen Schulen werde auch davon Gebrauch gemacht, sagte eine Sprecherin. So beginne der Unterricht einzelner Klassen am Trierer Angela-Merici-Gymnasium  jeweils um zehn Minuten versetzt. Aber solche veränderten Anfangszeiten seien nicht überall umsetzbar, da diese zumeist einen kompletten Umbau des Stundenplans erforderten. Auch in ländlichen Regionen könnte es Probleme geben, da die Schüler, die den Öffentlichen Nahverkehr nutzten, oftmals länger als 45 Minuten unterwegs seien.

Der Kreis Vulkaneifel hat schon seit längerer Zeit die Schulanfangszeiten auseinandergezogen. In den weiterführenden Schulen in Daun beginnt der Unterricht um 7.30 Uhr. In den weiterführenden Schulen in Gerolstein zwischen 7.45 und 8 Uhr, sagt eine Sprecherin der Kreisverwaltung. In den Grundschulen beginne den Unterricht zwischen 7.50 und 8.15 Uhr, eine Schule beginnt im ersten und zweiten Schuljahr um neun Uhr. Im benachbarten Eifelkreis Bitburg-Prüm hält man von einer solchen Staffelung der Unterrichtszeiten nichts. „Die großen Einzugsgebiete der Schulen und die damit verbundenen weiten Fahrstrecken würden dazu führen, dass die Unterrichtsanfangs- und -endzeiten über einen längeren Zeitkorridor gestreckt werden müssten. Dies würde zu einer erheblichen zeitlichen Beeinträchtigung für die Schulkinder und ihre Eltern führen“, beschreibt ein Sprecher der Kreisverwaltung das Problem.

In Trier-Saarburg hält man den Vorschlag des Verbands der Verkehrsunternehmer „grundsätzlich“ für gut. „Die Sache könnte aber nicht von heute auf morgen umgesetzt werden, sondern bedarf einer umfangreichen Planung“, heißt es aus der dortigen Kreisverwaltung. Das gesamte System der Linienbusse müsse dann entsprechend umgestellt werden.